Am Edith-Stein-Gymnasium sowie an anderen Schulen in Bretten und um Umgebung beginnt am 4. Mai der Unterricht für die Prüfungsklassen wieder.
Am Edith-Stein-Gymnasium sowie an anderen Schulen in Bretten und um Umgebung beginnt am 4. Mai der Unterricht für die Prüfungsklassen wieder. | Foto: Bindschädel

Bereit für den Neustart

Kleine Klassen, Masken, Abstand: Am 4. Mai nehmen die Schulen in Bretten und Umgebung den Betrieb wieder auf

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Die Vorbereitungen und die zu treffenden Vorabmaßnahmen sind weitestgehend abgeschlossen, lediglich Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden. „Es sieht gut aus, wir sind gut aufgestellt“, lautet das Fazit von Elke Bender, das die Schulleiterin des Brettener Melanchthon-Gymnasiums (MGB) zieht. Es ist stellvertretend für ihre Amtskollegen in der Großen Kreisstadt sowie der umliegenden Gemeinden mit Blick auf den Neustart nach der Corona-Zwangspause am 4. Mai.

„Ich denke, dass alles gut anläuft. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet“, meint Daniel Krüger, der Schulleiter des Brettener Edith-Stein-Gymnasiums (ESG). Nikola Steinbach, die Schulleiterin der Gondelsheimer Gemeinschaftsschule, ergänzt: „Wir hatten genügend Vorlaufzeit, es ist alles in trockenen Tüchern. Die Schüler sind vorbereitet und informiert.“

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Prüfungsklassen müssen als erstes ran

Am 4. Mai und damit am kommenden Montag läuft in den Bildungseinrichtungen der Region nach dem Stillstand aufgrund der Corona-Pandemie der Betrieb für die Prüfungsklassen dieses sowie des kommenden Schuljahres wieder an. Neben MGB, ESG und der Gondelsheimer Gemeinschaftsschule ist auch in der Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR) in Oberderdingen alles angerichtet für den Neustart.

„Wir hoffen natürlich, dass alles so klappt, wie wir das an unseren Schulen geplant haben. Aber das wird sich erst im Laufe der Woche zeigen“, betont LFR-Rektor Gregor Svoboda, der wie die anderen Schulleiter von unzähligen Besprechungen berichtet, die in den vergangenen Tagen geführt wurden.

Schulen sind in der Corona-Krise bestmöglich präpariert

Schließlich ging es darum, die Schulen bestmöglich für die Wiederaufnahme des Lehrbetriebs zu präparieren. Unter anderem mussten die Hygiene-Bestimmungen und die Bestimmungen zum Infektionsschutz, die zentral vom Kultusministerium herausgegeben wurden, koordiniert und an die jeweilige Lehranstalt angepasst werden.

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Zudem mussten die geltenden Hausordnungen modifiziert und zusätzliche Verhaltensregeln, die ab dem 4. Mai auf den Schulgeländen gelten, aufgestellt werden. „Wir haben gedanklich einen Gang durch die Schule gemacht und dabei genau geschaut, was die Schüler machen müssen“, berichtet etwa ESG-Schulleiter Daniel Krüger.

Pausen generell auf dem Schulhof

Am ESG werden am Montag rund 135 Schüler wieder zum Unterricht erscheinen. Die Schüler sollen Schutzmasken tragen, wenn sie zur Schule kommen, und die Masken auch nur absetzen, wenn sie an ihrem Tisch im Klassenzimmer sitzen. Die Tische wurden selbstverständlich so gestellt, dass der nötige Abstand zwischen den Bänken gegeben ist.

Auf den Fluren sollen die Schüler den Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten. Bereits am Eingang sollen sie sich die Hände desinfizieren. Die Pausen finden generell auf dem Schulhof statt.

Quasi flächendeckend gleiche Vorgaben

Diese Vorgaben gibt es quasi an allen Schulen in Bretten und den umliegenden Gemeinden, die am 4. Mai wieder die Tore öffnen. Am MGB herrscht außerdem künftig Rechtsverkehr in den Treppenhäusern. Zudem wurden dort eine zusätzliche Handwasch-Station sowie etliche Spender mit Desinfektionsmittel angebracht.

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Gleich zehn Spender mit Desinfektionsmittel wurden in der LFR im Haus verteilt. Dabei hofft Schulleiter Gregor Svoboda vor allem darauf, dass für diese genügend Nachschub vorhanden ist.

Maskenpflicht außerhalb der Klassenzimmer in Oberderdingen

In Oberderdingen, wo am Montag rund 125 Schüler zum Neustart erwartet werden, gilt außerhalb der Klassenzimmer ebenfalls eine Maskenpflicht. In den Unterrichtsräumen können dagegen die jeweiligen Lehrern frei darüber entscheiden, ob die Masken während der Schulstunden abgesetzt werden dürfen.

Neben dem Tragen von Masken und dem peniblen Achten auf den richtigen Abstand sollen vor allem kleine Klassen dazu beitragen, dass der neue Schulalltag der Prüfungsklassen nicht durch Corona gestört oder wieder komplett lahmgelegt wird. „Wir teilen die Klassen in Gruppen mit maximal zwölf oder 13 Schülern, zudem sind natürlich die Räume entsprechend präpariert“, betont etwa LFR-Rektor Gregor Svoboda.

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Auch an der Gondelsheimer Gemeinschaftsschule – hier kommen am 4. Mai rund 90 Schüler zum Unterricht – wird es nur kleine Lerngruppen geben, versichert Rektorin Nikola Steinbach.

Hohl- und Freistunden sollen vermieden werden

An der Oberderdinger Realschule werden die Schüler darüber hinaus in feste Gruppen eingeteilt, die zudem nur an bestimmten Tagen zum Unterricht kommen. So könne man bei einem möglichen Infektionsfall schneller reagieren und klar nachvollziehen, wer mit wem Kontakt hatte, erklärt Rektor Gregor Svoboda. Räumliche Trennung ist auch am MGB und am ESG das Gebot der Stunde. Die rund 180 Schüler aus den Klassenstufen elf und zwölf, die am Montag wieder zum Unterricht am MGB erscheinen, werden auf den Bronnerbau und den Seemannbau verteilt und haben somit einzelne Bereiche für sich.

„Wir haben zudem die Kursschienen so gut es geht zusammengeschoben, damit wir so wenige Freistunden wie möglich haben“, betont Schulleiterin Elke Bender. „Es geht darum, dass man Hohl- oder Freistunden vermeidet. Der Unterricht sollte möglichst am Vormittag stattfinden“, erklärt ESG-Rektor Daniel Krüger.