Verabschiedet sich von der politischen Bühne: Joachim Kößler, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bretten, kandidiert 2021 nicht mehr.
Verabschiedet sich von der politischen Bühne: Joachim Kößler, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bretten, kandidiert 2021 nicht mehr. | Foto: pr

Politik

CDU-Landtagsabgeordneter Joachim Kößler tritt 2021 nicht mehr für Wahlkreis Bretten an

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Dass die laufende Legislaturperiode seine letzte sein würde, diesen Gedanken habe er schon bei der Landtagswahl 2016 gehabt, sagte Joachim Kößler am Donnerstag im Gespräch mit den BNN. Die endgültige Entscheidung hätten seine Familie und er aber kurz vor Weihnachten getroffen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Bretten wird bei der Landtagswahl im März 2021 nicht mehr für ein Mandat kandidieren. Das hat Kößler in der Konferenz der Ortsverbandsvorsitzenden seines Wahlkreises und der Sitzung des CDU-Kreisvorstands am Donnerstagabend bekanntgegeben.

„Ich werde zum Zeitpunkt der Wahl nächstes Jahr 70 sein. Das ist natürlich ein entscheidender Punkt. Denn ich bin der Meinung, dass man Politik nur solange machen sollte, solange man vom Bürger gewollt ist“, begründete er seine Entscheidung.

Ungeheuer interessant und bereichernd

Auch wenn er sich auf das Leben nach der Politikkarriere freut, – Kößler möchte mehr Zeit mit der Familie verbringen und etwas mehr Sport treiben – fällt ihm der Abschied nicht leicht. „Ich habe die Zeit als Abgeordneter als ungeheuer interessant und immer als Bereicherung empfunden. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich so inmitten der Gesellschaft zu bewegen“, resümierte er.

Zwei Direktmandate errungen

Der Gondelsheimer sitzt seit 2006 im Landtag von Baden-Württemberg, ist Mitglied im Ausschuss für Finanzen und dem für Europa und Internationales. Bei den Wahlen 2006 und 2011 konnte er im Wahlkreis Bretten jeweils das Direktmandat erringen, 2016 musste er dieses an Andrea Schwarz von Bündnis 90/Die Grünen abtreten.

Solider Arbeiter im Weinberg

CDU-Kreisvorsitzender Daniel Caspary würdigte Kößler als einen „soliden Arbeiter im Weinberg“, dem es nie um die öffentliche Wahrnehmung seiner Person gegangen sei. „Sondern darum, die Belange der Bürger, aber auch der Bürgermeister, auf Landesebene zu Gehör zu bringen. Wenn Joachim Kößler noch einmal hätte kandidieren wollen, hätte er die Unterstützung gehabt.“

Mayr will kandidieren

Mit Kößlers Ankündigung, 2021 nicht mehr zur Verfügung zu stehen, können sich jetzt potenzielle Kandidaten in Position bringen.  Ein Erster hat das bereits am Donnerstagabend getan: Ansgar Mayr, Vorsitzender der CDU in Stutensee.

Mayr ist Joachim Kößlers Zweitkandidat. „Dass der Zweitkandidat antritt, hat im Wahlkreis Bretten gewisse Tradition“, sagte Daniel Caspary. So hatte es auch Kößler 2006 gehalten. Weitere Kandidaten können sich melden. Wer am Ende ins Rennen um das Landtagsmandat geht, entscheiden die Mitglieder des Wahlkreises.

Entscheidung im Wahlkreis Ettlingen

Im Wahlkreis Ettlingen fällt diese Entscheidung bereits am 1. Februar. Dort stehen bisher die Abgeordnete Christine Neumann-Martin und der Ettlinger Stadtrat Lorenzo Saladino zur Wahl. Im Wahlkreis Bruchsal wird sich Abgeordneter Ulli Hockenberger wohl um eine zweite Amtszeit bemühen.