Das Ergebnis ihrer Umfrage erläutern Andreas Kraus und Arno Rath von den Brettener Aktiven in der BNN-Redaktion. | Foto: Ebert

Umfrage der Aktiven

Mobiler Verkaufswagen für Brettens Stadtteile gewünscht

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Das Ergebnis ihrer Umfrage hat Andreas Kraus und Arno Rath von den Brettener Aktiven doch überrascht: Rund 80 Prozent der Befragten äußerten sich – wenig überraschend – unzufrieden mit der Nahversorgungslage in den Brettener Stadtteilen. Doch 45 Prozent wünschen sich einen mobilen Verkaufswagen, vergleichbar dem CAP-Mobil. Doch just dieses Angebot gerade wegen mangelnder Kundenresonanz gestrichen worden. Wie dem auch sei, die Nahversorgungssituation in den Stadtteilen ist schlecht, wie Kraus und Rath feststellen. So gäbe es sowohl in Bauerbach, Büchig, Gölshausen, Sprantal und Dürrenbüchig mittlerweile weder einen Metzger noch einen Bäcker und in Ruit und Neibsheim nur noch einen Metzger. Lediglich in Rinklingen finden die Kunden noch beides. Doch bei Lebensmitteln herrsche komplett Fehlanzeige.

Umfrage unter Bürgern

Immer mehr Geschäfte machen dicht, was kann man in dieser Situation tun? Kraus und Rath, die bei der Kommunalwahl im Mai auf der Liste der Aktiven für den Gemeinderat antreten, wollten der Sache nachgehen. Ein erster Schritt war, die Bürger selbst zu fragen, was sie wollen. So starteten sie eine Umfrage über ein lokales Wochenblatt. Dabei wollten sie nicht nur wissen, was die Bürger von der Versorgungslage in den Stadtteilen halten, sondern auch welche Alternativen gewünscht sind.

Auch Lieferservice gefragt

150 Brettener machten mit. Besagte 45 Prozent favorisierten den mobilen Verkaufswagen, 25 Prozent sprachen sich für einen telefonischen Bestell- und Lieferservice aus und zehn Prozent hätten gerne eine Sammel-/Verteilstation vor Ort. Die übrigen zehn Prozent hatten noch diverse andere Ideen. Den häufig genannten Wunsch nach einem Supermarkt im Ort halten indes nicht nur die Aktiven für illusorisch. Doch der Vorstoß von Bürgermeister Michael Nöltner, der einen mobilen Verkaufswagen ins Gespräch gebracht hatte, gehe in die richtige Richtung.

Metzger erwägt Angebot

„Dabei müssen allerdings noch rechtliche Fragen und die Finanzierung geklärt werden und welche Anbieter es gibt“, bekundet Arno Rath. Doch so ein Verkaufswagen könne wohl nur eine Übergangslösung sein, meint Kraus. Die Zukunft werde wohl eher Richtung Lieferdienst gehen. Erste Gespräche mit einem Brettener Metzger, der sich dies für seine Produkte vorstellen könne, habe er bereits geführt. Weiter Gespräche mit Brettener Supermärkten sollen folgen, kündigen die beiden Aktiven an.