Schillerschule Eichenprozessionsspinner
Schillerschule Eichenprozessionsspinner | Foto: Rebel

Intensivreinigung der Gebäude

Nach Raupen-Alarm in Bretten: Schulbetrieb geht weiter

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Nach zwei Vorfällen mit Raupen des Eichenprozessionsspinnen in einer Schule in Bretten will die Stadt den regulären Schulbetrieb am Mittwoch nach einem Tag Pause wieder regulär aufnehmen.

Diese Entscheidung trafen der Krisenstab der Stadt, Gesundheitsamt und die Verantwortlichen der beiden betroffenen Schulen nach einer gemeinsamen Besprechung, heißt es von der Stadt Bretten.

Bei einem ersten Vorfall am Freitag mussten 29 Brettener Schulkinder wegen Hautreizungen ins Krankenhaus, bei einem zweiten Vorfall am Montag verloren sogar vier Schüler das Bewusstsein. In beiden Fällen werden die Haare der Raupe des Eichenprozessionsspinners verantwortlich gemacht. Die Haare der Raupen können beim Menschen starke allergische Reaktionen hervorrufen.

Schüler sollen sich nicht im Freien aufhalten

Inzwischen wurden die beiden Schulgebäude einer Intensivreinigung unterzogen. Vorsorglich werden die Schüler aber angewiesen, sich nicht im Freien aufzuhalten und die Fenster nur zu öffnen, wenn es unbedingt notwendig ist. Derzeit könne nicht garantiert werden, dass die Härchen der Eichenprozessionsspinner-Raupen komplett beseitigt werden konnten, heißt es. Die Schneidearbeiten an Sträuchern und Hecken um die Schule laufen derzeit noch. Einige Wege bleiben gesperrt.

Nicht jede Raupe ist gefährlich

Die Stadt Bretten weist darauf hin, dass neben Eichenprozessionsspinnern um diese Jahreszeit auch andere, harmlose Raupen in den Sträuchern unterwegs sind – etwa die Gespinstraupe oder der Schwammspinner. Nicht jede Raupe, die man im Garten findet, sei unweigerlich der Eichenprozessionsspinner, sagt Bauhofleiter Bernd Scholer.

Oberbürgermeister Martin Wolff dankte allen beteiligten Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit: „Die ganze Angelegenheit zeigt aber, dass die Natur nicht immer beherrschbar ist“, sagte Wolff. „Wir tun jedoch alles, um die Gefahr möglichst gering zu halten.“

Die Krisen-Hotline der Stadt Bretten (Telefonnummer 07252/921-921) bleibt bis auf weiteres freigeschaltet.

BNN