Gut gewappnet: Notfallmedizinerin Patricia Nees und der in Bretten niedergelassene Arzt Joachim Leitz stehen im Schockraum, dem Herzstück der Notfallaufnahme in der neuen Rechbergklinik in Bretten. Foto: Müller
Gut gewappnet: Notfallmedizinerin Patricia Nees und der in Bretten niedergelassene Arzt Joachim Leitz stehen im Schockraum der Notfallaufnahme in der neuen Rechbergklinik in Bretten. Foto: Müller

Neubau in Bretten

Notfallaufnahme der Rechbergklinik punktet

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Wie funktioniert eigentlich ein Krankenhaus – von der Notfallaufnahme bis zur Pflege, von der OP bis zu Medikamenten aus der Krankenhausapotheke? Am Beispiel der Rechbergklinik in Bretten, deren Neubau in der ersten Märzhälfte in Betrieb geht, soll das Gebilde Krankenhaus mit seinen Menschen, Abteilungen und Möglichkeiten näher beleuchtet werden. Dieses Mal geht es um die Notfallaufnahme.

Das könnte man schon als „Emergency Room“ bezeichnen, meint Patricia Nees etwas schmunzelnd. Der damit verbundene Hinweis auf die gleichnamige Serie, in der auch George Clooney lange Zeit mitspielte, ist unverkennbar. Was im Fernsehen Spiel war, kann in der Notfallaufnahme (Notfallmedizin; Notfall-Ambulanz) im Neubau der Rechbergklinik, ganz schnell ernst werden; vor allem hier im Schockraum.

Wir haben deutlich mehr Platz

Groß, hell und noch unverbraucht wirkt der Raum, in dem es bald um Leben und Tod gehen kann. Reanimation, Röntgen mit mobilen Geräten, chirurgische Eingriffe sind im Schockraum möglich. Und ganz wichtig: „Wir haben deutlich mehr Platz“, betont die erfahrene Notfallmedizinerin Nees. Der Platz werde auch gebraucht – nicht nur für die nagelneuen Geräte, sondern auch für Ärzte und Helfer, die im Team arbeiten.

Speziell ausgebildete Fachkräfte

In den Schockraum kommen nur die wirklich heftigen Fälle. Der eigentlich erste Schritt in die Notfallaufnahme führt in den Triageraum. Dort entscheiden speziell ausgebildete Fachkräfte, um was für einen Notfall es sich handelt – welche Dringlichkeit vorliegt. Das Spektrum reicht von „sofort behandeln“ bis zu einer „Wartezeit von bis zu 120 Minuten“.

Notdienst und Notaufnahme arbeiten zusammen

Liegt nun ein Notfall vor oder handelt es sich eher um eine Angelegenheit für den ärztlichen Notdienst? Auch das muss entschieden werden. Die Anmeldung ist das organisatorische wie kommunikative Zentrum der Notfallauf- nahme. Das Arbeitsprinzip folgt dem Motto „alles an einem Tisch“ – was bedeutet: Notaufnahme und Notdienst arbeiten eng zusammen.

Kurze Wege im Fokus

Im Grunde handle es sich dabei um eine „integrierte Notaufnahme“ mit einer echten Schnittmenge zwischen Notfallaufnahme und ärztlichem Notdienst (ärztlicher Bereitschaftsdienst), betont der in Bretten niedergelassene Arzt Joachim Leitz. Überhaupt wurde die Notaufnahme nach dem Leitsatz „kurze Wege“ eingerichtet. So befindet sich beispielsweise die Radiologie mit einem ebenfalls nagelneuen CT nur wenige Schritte vom Schockraum entfernt.
Der Neubau der Rechbergklinik Bretten während der Bauarbeiten. | Foto: Waidelich

Zehn Behandlungszimmer

Abhängig von der Art des Notfalls stehen nach der Aufnahme zehn Behandlungszimmer zur Verfügung; darunter eines, das von außen erreichbar ist, ein Raum mit drei Liegen und drei Überwachungsmonitoren, ein chirurgischer Raum, ein Ultra-Schall-Raum oder genauso ein interdisziplinärer Eingriffsraum.
Von unserem Mitarbeiter Klaus Müller