Der erste Herausforderer: Aaron Treut, CDU-Stadtrat und Ortsvorsteher von Ruit, hat seinen Hut für die OB-Wahl in Bretten in den Ring geworfen. Ehefrau Ute unterstützt ihn dabei. | Foto: Thomas Rebel

Wahlkampf in Bretten eröffnet

Aaron Treut will Oberbürgermeister werden

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Der Brettener OB-Wahlkampf ist eröffnet: Mit Aaron Treut, CDU-Stadtrat, CDU-Ortsverbandsvorsitzender und Ortsvorsteher in Ruit, hat gestern der erste Herausforderer von Oberbürgermeister Martin Wolff seinen Hut in den Ring geworfen. „Mein Herz schlägt für Bretten, mein Verstand denkt für Bretten und ich brenne dafür, meine Stadt vorwärts zu bringen“, sagte der 41-jährige Wirtschaftsingenieur gestern bei der Bekanntgabe seiner Bewerbung im Ruiter Rathaus.

Kandidatur parteiunabhängig

Dabei stellte sich der gebürtige Pforzheimer, der in Ruit aufgewachsen ist, als zielstrebiger Macher mit kommunalpolitischer Erfahrung als Ortsvorsteher und Gemeinderat vor, der allerdings ausdrücklich parteiunabhängig kandidieren will. Seine Ämter im CDU-Vorsitz werde er noch Ende März niederlegen, den Christdemokraten will er aber weiter verbunden bleiben. „Ich bin und bleibe CDU-Mitglied, seine Familie vergisst man nicht“, lautet sein parteipolitisches Bekenntnis, auch wenn zumindest Teile der CDU ihn in seinem Vorhaben nicht unterstützen.

Keine Abrechnung mit Martin Wolff

Manche Mitglieder seines politischen Netzwerks hätten ihm sogar mehrfach angeraten, sich auf einen anderen Bürgermeisterposten im Land zu bewerben. Doch dies habe er aus tiefer Überzeugung abgelehnt. Gleiches gilt im Blick auf Kritik am amtierenden OB. „Wer von mir eine Abrechnung mit Martin Wolff erwartet, den muss ich leider enttäuschen“, bekundet Treut. Sein Blick gehe vielmehr nach vorne: Was braucht Bretten? Was wünschen sich Bretten und die Ortsteile? Was möchten die Bürgerinnen und Bürger? Das sind die Fragen, denen sich der erste Herausforderer des amtierenden Stadtoberhaupts stellen möchte.

„Für Aufgabe gut gerüstet“

Nach der Schulzeit in Bretten war Treut zwei Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr, an der Hochschule in Pforzheim hat er die Ausbildung zum Ingenieur absolviert und dabei etliche Brettener Unternehmen kennengelernt. Seit 2001 ist er in der Automobilindustrie tätig, aktuell bei Daimler in der technischen Planung mit Budgetverantwortung in dreistelliger Millionenhöhe. Für die Aufgabe als Oberbürgermeister sieht er sich bestens gerüstet, auch wenn er kein Verwaltungsfachmann ist. „Im Rathaus gibt es genug gute Verwaltungsleute, meine Berufung sehe ich eher im Gestalten, Führen und Umsetzen von Projekten“, erklärt der Herausforderer, der 2004 mit 28 Jahren in die Kommunalpolitik eingestiegen ist und seit 2013 dem Brettener Gemeinderat angehört. Dort sieht er sich Vermittler zwischen Verwaltung und Bürgern. Seit 2005 ist der passionierte Motorradfahrer überdies beim ADAC-Nordbaden als Sicherheitsinstruktor im Bereich Motorrad aktiv.

Bekannt und vernetzt

„Ich bin in Bretten vernetzt und bekannt als einer, der die Dinge in die Hand nimmt und der sachgerechte Entscheidungen treffen und durchsetzen kann“, erklärt Treut, betont aber gleichzeitig, dass es ihm wichtig sei, Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung zu fördern. Treut ist evangelisch, verheiratet und Vater einer acht Monate alten Tochter.