Will sich mit allen Kräften für die Stadt Bretten und ihre Bürger einsetzen: OB Martin Wolff bei der Verpflichtung durch OB-Stellvertreter Günter Gauß. | Foto: Waidelich

Zweite Amtszeit beginnt jetzt

OB Wolff verpflichtet: Viel Lob und ein Liebesgeständnis

Anzeige

Seit Dienstagabend ist Martin Wolff nun auch formal Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Bretten: Vor gut 200 Ehrengästen und Besuchern verpflichtete Stadtrat Günter Gauß als erster ehrenamtlicher Stellvertreter des OB den Wahlsieger vom 3. Dezember 2017 für dessen zweite Amtszeit.
In seiner Ansprache erinnerte Gauß an die OB-Wahl und deren Folgen – die Anfechtung beim Regierungspräsidium und die Klage vor dem Verwaltungsgericht. Er freue sich, dass „die Zeit der Unsicherheit jetzt vorbei ist“, sagte Gauß, und hoffe, dass der Riss, der in der Folge durch die Bürgerschaft ging, wieder gekittet werde.

„Beachtliche Leistung des OB“

Wolff habe in seiner ersten Amtszeit vieles bewegt, sagte Gauß, und sowohl der Anstieg der Steuerkraft von 32,6 auf 45,2 Millionen Euro als auch der Einwohnerzahl von 28 427 auf 29 450 seien Belege für „die beachtliche Leistung“ des OB. Nun gelte es, weitere Großprojekte voranzubringen, etwa die Tiefgarage in der Sporgasse, den Ausbau des Mellert-Fibron-Areals, den Hochwasserschutz oder das Verkehrskonzept.

 

Oberbürgermeister Martin Wolff wird am Dienstagabend durch den CDU-Fraktionsvorsitzenden Günter Gauß für seine zweite Amtszeit verpflichtet. | Foto: Waidelich

Auch Regierungspräsidentin Nicolette Kressl (SPD) ließ die Wahlanfechtung nochmals Revue passieren, betonte aber, dass die Übergangszeit „nicht von Stillstand geprägt“ gewesen sei. Martin Wolff habe sich stets für die Stadt eingesetzt, unter anderem beim Thema Umgehung oder Hochwasserschutz.

„Mehrheit ist Mehrheit“

„Mehrheit ist Mehrheit, auch wenn es eine knappe ist“, appellierte Landrat Christoph Schnaudigel (CDU) an die Bürger, Demokratie zu akzeptieren und weiter zu stärken, unter anderem auch bei den anstehenden Kommunal- und Europawahlen.
Im Namen der Kollegen des Umlands gratulierte Sulzfelds Bürgermeisterin Sarina Pfründer und lobte Wolffs Engagement für den Kraichgau.
Für Wolff selbst ist „wichtig, dass der Vorwurf der Wahlmanipulation vom Tisch ist“. Dieser habe ihn und seine Mitarbeiter im Rathaus arg belastet. Er werde alles dafür tun, sein Amt mit Kraft und Sachlichkeit auszufüllen – getreu dem Motto „Dialog, Disput, Erneuerung“, versprach er. Es ei in den letzten neun Jahren vieles gut gelaufen, aber es habe auch einige Aufreger gegeben.

 

Blumen gab es für OB-Gattin Elke. Links: Bürgermeister Michael Nöltner, rechts der Stellvertreter des OB, Günter Gauß. | Foto: Waidelich

Sein Dank gelte allen, die ihm in den nicht immer leichten Zeiten beigestanden seien, vor allem seiner Frau: „Danke dafür, Elke. Ich liebe Dich sehr.“