Ein alter Haudegen und drei Frischlinge: Stadtrat Bernd Diernberger (Zweiter von links), Thomas Rebel, Kathrin Breuer und Bernhard Brenner (von links) wollen für die FWV in den Gemeinderat einziehen. | Foto: Kampf

Kandidaten für den 26. Mai

Prominente Namen auf der Liste der FWV

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Das Urgestein steht ganz oben: Bernd Diernberger führt die Bewerberliste der Freien Wählervereinigung (FWV) Bretten für die Gemeinderatswahl am 26. Mai an. Gemeinsam mit den Neulingen Bernhard Brenner (Platz drei), Kathrin Breuer (Platz vier) und Thomas Rebel (Platz acht) präsentierte der aus Diedelsheim stammende Stadtrat und stellvertretende Fraktionssprecher in den Redaktionsräumen der BNN die Kandidatenlisten für die Wahlen zum Gemeinderat und zum Kreistag des Landkreises Karlsruhe.

Sibille Elskamp wechselt von den „aktiven“ zur FWV

Von den derzeit vier Ratsmitgliedern der FWV treten Fraktionschefin Heidemarie Leins und Stadtrat Gernot Fritz nicht mehr an. Diernberger, seit 20 Jahren im Kommunalparlament aktiv, und sein Stadtratskollege Markus Gerweck (Listenplatz zwei) wollen es dagegen noch mal wissen. In einer nichtöffentlichen Nominierungsversammlung hatten 42 Mitglieder der FWV dieser Tage die Reihenfolge der Bewerber festgelegt.
Listenplatz fünf belegt demnach FWV-Vizechef Arndt Nissen, gefolgt von Sibille Elskamp, die derzeit noch für „die aktiven“ im Gemeinderat sitzt. Es folgen Julius Bischoff, BNN-Fotograf Thomas Rebel, FWV-Vorsitzender Martin Feurer, Benjamin Simmel, Bastian Pfitzner, Alexander Böhm, Matthias Kuhn, Ioannis Papadopoulos, Ronny Winkler, Markus Veit, Jörg Beuttenmüller, Tobias Speck, Alexander Hesse, Peter Weinmann, Axel Zickwolf, Ralph Böckle, Beate Zonsius, Gernot Groll, Christian Leonhard und Thorsten Schwuchow.

OB Wolff führt Kreistagsliste der FWV an

Bei den Wahlen zum Kreistag treten für die Verwaltungsgemeinschaft Bretten-Gondelsheim auf FWV-Ticket an: OB Martin Wolff, Heidemarie Leins, Martin Feurer, Manfred Boos (Gondelsheim), Kathrin Breuer, Thomas Stein (Gondelsheim), Sibille Elskamp, Arndt Nissen und Markus Gerweck.
Probleme, genügend Bewerber für die 26 Listenplätze zu finden, habe die FWV laut Bernd Diernberger übrigens nicht gehabt: „Wir haben eigentlich kaum jemanden angesprochen. Vielmehr haben Leute bei uns nachgefragt, ob sie auf unserer Liste antreten dürfen. Das hat mich echt überrascht.“

„Das Schlechtmachen muss ein Ende haben“

Einer derjenigen, die nachgefragt haben, ist Brettens Polizeichef: „Ich habe mich bislang komplett zurückgehalten. Jetzt will ich mich für das Wohl der Stadt einbringen“, sagt Bernhard Brenner. Bei den Freien Wählern habe er „gespürt, dass die wirklich was machen wollen“ und es gebe ein tolles Team.
Seit einem Jahr ist Kathrin Breuer, eine der Initiatorinnen der Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Bretten, nach eigenem Bekunden schon bei den Freien Wählern aktiv. „Hier kann ich noch mehr bewegen“, ist sich die Unternehmensberaterin sicher, und es gebe „keinen Fraktionszwang wie bei anderen“. Für den Brettener Gemeinderat wünsche sie sich „mehr Mut und Rückgrat“ bei Entscheidungen.
Auch Thomas Rebel sieht es als großen Vorteil der Freien Wähler an, dass man im Grunde „keiner Parteilinie unterworfen“ sei. Zudem ist Rebel der Ansicht, dass „wir endlich wieder anfangen müssen, positiv zu denken. Das Schlechtmachen muss ein Ende haben“. Er finde „beispielsweise unsere Fußgängerzone nicht so schlecht, wie sie geredet wird“, erklärt der Grafiker und Künstler, der noch einen weiteren Grund für seine Kandidatur nennt: „In Bretten wird das Thema Marketing nicht so berücksichtigt“, weshalb er hier gerne seine Erfahrungen einbringen würde. „Wir müssen“, ergänzt Mitbewerberin Breuer, „unsere Kleinstadtperle zum Glänzen bringen“.

Wahlprogramm dauert noch ein paar Tage

Ihr Wahlprogramm wollen die Freien Wähler übrigens erst in den nächsten Tagen präsentieren, erklärt Fraktionsvize Diernberger auf BNN-Nachfrage. Eines steht indes schon fest: Am 5. April wird es bei einer FWV-Veranstaltung im Alten Rathaus um das Thema Pflege gehen; Ende April soll es einen Familientag im Gebiet „In der Eng“ geben.
Inhaltlich soll zudem die Kooperation mit dem Jugendgemeinderat ausgebaut werden, erklärt Brenner. „Die Jugend ist ja unsere Zukunft.“ An den vier Samstagen vor der Wahl werden die Freien Wähler mit Ständen auf dem Marktplatz und vor dem Kraichgaucenter Werbung für ihre Politik machen.