Unzählige Brettener wurden hier behandelt und geheilt in der Rechbergklinik. Nachdem die neue Klinik in Betrieb gegangen ist, wird nun das alte Gebäude derzeit abgerissen. Dort soll ein Ärztehaus entstehen. | Foto: Rebel

4000 Quadratmeter für Praxen

Brettener Rechbergklinik: Abriss läuft – Ärztehaus kommt

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Die neue Rechbergklinik in Bretten wird bereits sehr stark frequentiert, die alte gehört bald der Geschichte an: Zur Zeit sind Bauarbeiter mit dem Entkernen und dem Abriss des Gebäudes, in dem Generationen von Brettenern behandelt wurden, beschäftigt. Bei einem Rundgang am Dienstagnachmittag erläuterten Regionaldirektorin Susanne Stalder und der Abriss-Verantwortliche Lothar Leier die verschiedenen Maßnahmen.

Blick ins ehemalige Foyer der Klinik. | Foto: Rebel
Alte Gerätschaften finden sich noch zuhauf in der Klinik. | Foto: Rebel
Blick auf den Zugang zur Inneren und das einstige Treppenhaus. | Foto: Rebel

 

Für den Abtransport des Bauschutts sind laut Leier 2 500 bis 3 000 Lkw-Fahrten notwendig, was neben den Erschütterungen und der Staubbelästigung bei den Anwohnern nicht für Freude sorgen wird. Aus diesem Grund werde es am Donnerstag, 15. August, eine Infoveranstaltung für die Anlieger geben. „Wir wollen alles so transparent wie möglich gestalten“, sagt Stalder.

Bettenbau der alten Rechbergklinik wird zerkleinert

Bis Ende dieses Jahres dürfte das meiste abgetragen sein, dann werde der Bettenbau zerkleinert, erklärt Laier. Im März/April 2020 dürfte der Abbruch, für den rund zwei Millionen Euro veranschlagt sind, über die Bühne gegangen sein. Aus der alten Kapelle habe man noch die Fenster gerettet – und auch das Kunstwerk im Foyer werde irgendwo seine Verwendung finden, ist sich die Regionaldirektorin sicher.

Vor dem Kunstwerk in ehemaligen Foyer diskutieren (von links) Architekt Sebastian Krumm (Südbau), Südbau-Geschäftsführer Markus Vierling und Regionaldirektorin Susanne Stalder. | Foto: Rebel

Voraussichtlich im Frühsommer 2020 beginnt dann der Bau des neuen „Ärztehauses Rechberg“, dessen aktuelle Pläne Südbau-Geschäftsführer Markus Vierling und sein Architekt Sebastian Krumm präsentierten.
Vor zwei Jahren habe man die erste Planung vorgestellt und sei noch von 2 500 Quadratmeter Nutzfläche ausgegangen. Für diese Fläche gebe es bereits jetzt zahlreiche seriöse Interessenten, so Vierling, weshalb man nun mit 4 000 Quadratmetern plane.

Viel Platz für Ärzte und die neue Rettungswache

Im Untergeschoss sollen Stellplätze und Lagerräume entstehen sowie die Rettungswache untergebracht werden. Das Erdgeschoss im bestehenden roten Anbau aus dem Jahr 2003 beheimatet das Labor der Klinik und die Onkologische Ambulanz, darüber gibt es eine Praxis (188 Quadratmeter) und ein Sanitätshaus (82 Quadratmeter). Im ersten Obergeschoss schließlich wäre Platz für vier große Praxen, in den weiteren Obergeschossen dann ebenfalls jede Menge Raum für Praxen zwischen 100 und 1 000 Quadratmeter Fläche. „Wir bauen das innen nicht komplett fertig, sondern wir gehen gezielt mit den Interessenten in die Detailplanung“, sagt Vierling.

Unter anderem hätten bereits ein Zahnarzt, ein Radiologe, ein Diabetologe, Fachärzte der Inneren Medizin und ein Rheumatologe starkes Interesse bekundet, denkbar sei auch noch Intensivpflege. „Leider“, so Stalder und Vierling auf BNN-Nachfrage, sei es noch nicht gelungen, mit einem Kinderarzt ins Gespräch zu kommen.

Südbau investiert sieben Millionen Euro

Gut sieben Millionen Euro investiert die Südbau laut Vierling. „Eigentlich haben wir bereits mit dem Bau begonnen“, erklärt der Südbau-Geschäftsführer, „denn wir haben ja schon Leitungen gekappt.“ Endgültig fertig dürfte alles im Sommer 2022 sein. „Dann sind auch die Außenanlagen richtig schön grün.“