Meterhohe Flammen schlagen aus dem Dachstuhl einer Scheune in der Brettener Friedrichstraße, unweit der Withumanlage. | Foto: privat

Großeinsatz am frühen Dienstag

Scheune in der Brettener Stadtmitte brennt lichterloh

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Großeinsatz für die Brettener Wehr: Kurz vor Mitternacht hatten Nachbarn in der Friedrichstraße im hinteren Bereich des Anwesens Nummer 54 einen Brand bemerkt und Alarm geschlagen. Als die Einsatzkräfte unter Leitung von Kommandant Karlheinz Leichle am Brandort eintrafen, schlugen meterhohe Flammen aus dem Dachstuhl einer Scheune und gefährdeten die benachbarten Häuser. Wie Fabian Geier, Sprecher der Feuerwehr im Landkreis Karlsruhe, mitteilte, bestand die Scheune aus einem Backstein-Grundriss mit einem darauf aufgebauten hölzernen Spitzboden. Im Spitzboden waren zahlreiche Regale mit Baumaterialien und Brennholz gelagert.

Gasflasche und Motorrad aus Scheune geborgen

Die insgesamt 39 Mitglieder der Abteilung Bretten begannen umgehend, von mehreren Seiten mit der Brandbekämpfung. In der Anfangsphase konnte durch die Einsatzkräfte eine Gasflasche aus der Scheune geborgen und in Sicherheit gebracht werden. Zudem habe man ein Motorrad aus dem Anbau gerettet, erzählt Kommandant Leichle den BNN aucf Nachfrage. „Die Rücklichter waren geschmolzen, aber sonst war es noch in Ordnung.“

Rollläden der Nachbarhäuser schmelzen

Aufgrund der massiven Brandbekämpfung habe es nur etwa eine Stunde gedauert, bis das Feuer unter Kontrolle gewesen sei, so Leicht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis in die späten Nachtstunden hin. Um alle Glutnester ablöschen zu können, musste der Spitzboden teilweise ausgeräumt werden.
Durch die enorme Hitze schmolzen die Rollläden am benachbarten Wohnhaus. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte indes ein Übergreifen der Flammen verhindert werden, erklärten die Feuerwehr-Verantwortlichen.

Weniger als eine Stunde dauerte es, bis die Einsatzkräfte der Brettener Feuerwehr den Brand in der Scheune gelöscht hatten. | Foto: Geier

Als Brandursache geht die Polizei inzwischen von Funkenflug aus, der möglicherweise durch einen Mann verursacht wurde, der abends in dem Schuppen arbeitete. Gegen den 33-Jährigen werde nun wegen fahrlässiger Brandstuiftung ermittelt, sagte Ulrich Kritzer, stellvertretender Leiter des Brettener Polizeireviers, auf Nachfrage der BNN. Den Sachschaden beziffert die Poliuzei auf rund 100 000 Euro.
Neben der Wehr und der Polizei war auch der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes mit einem Notarzt und der DRK-Bereitschaft Bretten mit insgesamt zwölf Einsatzkräften unter der Leitung des Kreisbereitschaftsleiters Jörg Klebsattel zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Ullrich Koukola machte sich am frühen Dienstag vor Ort ein Bild der Einsatzlage.