Es geht wieder los: Auch an der Schillerschule in Bretten müssen die Hygienevorschriften beachtet werden.
Es geht wieder los: Auch an der Schillerschule in Bretten müssen die Hygienevorschriften beachtet werden. | Foto: Rebel

Freude auf Schule

Schulen und Kitas starten in Bretten mit neuen Regeln

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Seit Montag geht es für die Kindergartenkinder und Schüler in Bretten wieder richtig los. Alle Beteiligten haben sich auf den Neustart unter Vorsichtsmaßnahmen gefreut. Besonders wichtig ist die Einhaltung von Gruppenstrukturen.

Der Schulbeginn ist zeitlich gestaffelt, Klassen müssen Abstand voneinander halten und der Alltag ist geprägt von Desinfektion und Händewaschen. Die Grundschulen der Region durften am Montag, 29. Juni, den Regelbetrieb wieder aufnehmen, doch von einem normalen Schultag kann nicht die Rede sein.

Gestaffelter Start in der Grundschule Kürnbach

Um die in der Corona-Verordnung festgelegten Abstandsregeln einhalten zu können, hat die Grundschule Kürnbach einen gestaffelten Schulstart eingeführt. Die Schillerschule in Bretten setzt hingegen auf festgelegte Treffpunkte im Pausenhof. An der Grund- und Werkrealschule nutzen viele Schüler öffentliche Verkehrsmittel und sind deswegen nicht zeitlich flexibel. Die Schüler werden an den abgesprochenen Punkten von einem Lehrer abgeholt und in die Klassenzimmer geführt.

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Die Kinder lernen und spielen in festen Gruppen

Die Umsetzung der Vorschriften klappe bisher problemlos und vor allem die Schüler würden sich sehr freuen, wieder Sozialkontakte zu haben, betont Schulleiter Wolfgang Mees. Aufgabe der Lehrer sei es jetzt, den aktuellen Lernfortschritt der Schüler zu erfahren und zu schauen, dass alle Kinder auf den gleichen Wissenstand kommen.

Auch der Kulturamtsleiter der Stadt Bretten, Bernhard Feineisen bewertet den Neustart bisher als ruhig: „Die Kindergärten und Schulen sind gut vorbereitet.“ Karin Lehrer, Schulleiterin der Grundschule Freudenstein in Knittlingen berichtet Positives vom Neustart. An der kleinen Schule sei es leicht, getrennte Bereiche einzurichten, außerdem könnten die Schüler separate Eingänge nutzen. Die vom Kultusministerium vorgegebenen vier Schulstunden am Tag könne das Lehrerkollegium gut füllen.

Auch für Kindergartenkinder geht es wieder los

Die Kindertagesstätten haben zeitgleich mit dem Regelbetrieb gestartet. Kindergartenkinder müssen sich nicht an die Abstandsregeln halten. Auch die Erzieher können uneingeschränkt mit den Kleinen arbeiten und spielen, untereinander müssen die Erwachsenen jedoch Abstand halten.

Vergleichsweise leicht ist die Einhaltung der Hygienemaßnahmen im Waldkindergarten Oberderdingen, vom Trägerverein Schneckenhaus. Die Kinder sind den ganzen Tag an der frischen Luft und auch die Gruppengröße von 20 Mädchen und Jungs sei von Vorteil, berichtet die Leiterin Sarina Sitzler. Sie konnte keine Probleme bei der erneuten Eingewöhnung feststellen.

Im Gegenteil, sie betont: „Die Kinder freuen sich durch die Bank weg, dass sie wieder da sein dürfen und haben einen enormen Bewegungsdrang.“ Lediglich die Essensausgabe am Mittag habe sich verändert. Die Kinder dürfen ihr Essen nicht mehr selbst auf den Teller schaufeln, sondern bekommen jetzt Portionen von den Erziehern.

Für die Schulen und Kindergärten ist vor allem entscheidend, ob und wie viele Kollegen zur Risikogruppe gehören und deswegen nicht eingesetzt werden können.

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Gelände wird in Bereiche aufgeteilt

Doch auch in diesem Punkt haben viele Einrichtungen rund um Bretten Glück. Auch der evangelischen Kindergarten Senfkorn in Bretten sei gut aufgestellt und hat seit Ostern Notgruppen geöffnet. Kindern, denen der Abschied von den Eltern schon vor der Pause schwergefallen sei, trifft der Neustart etwas schwerer, dies sei allerdings die Ausnahme.

Da die Kita bereits vor dem Coronavirus eine Gruppenstruktur hatte, seien die Vorschriften schnell umgesetzt worden. Das Außengelände sei in drei Teile geteilt worden, so dass jede Gruppe abwechselnd im Sand oder auf dem Klettergerüst spielen kann.