Nur im Liegen durfte die hochschwangere Ehefrau des Ruiter Ortsvorstehers Aaron Treut transportiert werden, weshalb die Feuerwehr mit der Drehleiter anrückte. | Foto: BNN

„Komplizierte Geburt“

Schwangere passt nicht durchs Treppenhaus – Ortsvorsteher ruft Feuerwehr

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Glückliches Ende einer dramatischen Aktion: Weil seine hochschwangere und in den Wehen liegende Ehefrau nicht durch das enge Treppenhaus der eigenen Altbauwohnung passte, rief der Ortsvorsteher von Ruit bei Bretten, Aaron Treut, die Feuerwehr zu Hilfe. Die kam zuerst – und später dann der Wonneproppen.

Aber der Reihe nach: Das Ganze geschah am Samstag vor Pfingsten in der Ruiter Hauptstraße – und dass diese wegen der Aktion eben einige Zeit gesperrt werden musste, hatten Bürger gegenüber den BNN kritisiert.

Hochschwangere kann nur liegend transportiert werden

„Der Rettungssanitäter hat gesagt, dass man keine Experimente eingehen soll und meine Frau nur liegend transportiert werden dürfe. Das ging dann letztlich nur mithilfe der Drehleiter durch ein Fenster“, erzählt Treut. Er sei „heilfroh, dass wir so eine aktive Feuerwehr in Ruit und in Bretten haben“, so der Ortsvorsteher weiter, die auch „beherzt eingegriffen“ habe. Und so sei schließlich auch die neue Drehleiter der Brettener Wehr erstmals zum Einsatz gekommen.

Der Wonneproppen wiegt 4490 Gramm

Nach einer „wirklich nicht einfachen Geburt“ kam am gleichen Tag schließlich Töchterchen Viktoria Saphira zur Welt, mit 4 490 Gramm bei 52 Zentimeter Körpergröße ein „echter Wonneproppen“, wie der stolze Vater verrät.

 

Ein echter Wonneproppen ist Viktoria Saphira, findet Vater Aaron Treut. | Foto: BNN

Nachdem die Kleine 24 Stunden auf der Intensivstation der Kinderklinik Pforzheim verbringen musste, seien Mutter und Kind inzwischen wieder wohlauf, freut sich Treut. Und seine vor drei Jahren geborene Tochter freue sich schon auf ihr neues Schwesterchen.

Aaron Treut hatte bei den OB-Wahlen im Dezember 2017 nur zwölf Stimmen hinter Amtsinhaber Martin Wolff gelegen. Ein Brettener reichte anschließend Klage ein, die Wahl wurde allerdings vom Verwaltungsgericht Karlsruhe für gültig erklärt.