Insgesamt 128 Zimmer, davon 24 Long-Stay-Appartements und sechs Suiten wird das neue Hotel haben. Und einen gläsernen Panorama-Aufzug (Bildmitte).
Insgesamt 128 Zimmer, davon 24 Long-Stay-Appartements und sechs Suiten wird das neue Hotel haben. Und einen gläsernen Panorama-Aufzug (Bildmitte). | Foto: Artikular Architekten

Kommunalpolitik

Seeburger baut Luxushotel im Süden von Bretten

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Der geplante Hotelneubau und die Erweiterung auf dem Gelände der Software-Firma Seeburger hatten bereits im September 2017 für Schlagzeilen gesorgt. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend präsentierte Firmengründer Bernd Seeburger mit der Firma Ed. Züblin AG einen Generalunternehmer für das Gesamtvorhaben.

Einzelheiten zu den Projekten erläuterte Joachim Zabel von der Firma Ed. Züblin. Mit circa 4.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, verteilt auf vier Geschosse, sollen die Firmenräume um zwei Drittel erweitert werden. Dadurch würden rund 160 Arbeitsplätze neu geschaffen werden, sagte Zabel. Zudem sollten Start-up-Firmen hier eine Bleibe finden, ergänzte Bernd Seeburger.

Das Parkhaus mit direkter Anbindung an die Büroräume werde über 240 Stellplätze, davon acht mit E-Ladestation sowie 18 gesicherten Fahrradabstellplätzen mit E-Lademöglichkeit verfügen. Und man biete Mitarbeitern, die mit dem Rad zu Arbeit kommen, die Möglichkeit, sich zu duschen. „So etwas trägt dazu bei, dass die Arbeitsplätze sehr attraktiv werden“, kommentierte FWV-Fraktionschef Bernhard Brenner.

Ein Luxushotel wollen Bernd Seeburger und seine Frau auf ihrem Firmengelände errichten (rechts oben). Im fünften Obergeschoss sollen unter anderem ein Panorama-Restaurant, eine Bar und Banketträume untergebracht werden. Die Seeburger AG erweitert ihr bestehendes Gebäude und baut ein Parkhaus (unten links).
Ein Luxushotel wollen Bernd Seeburger und seine Frau auf ihrem Firmengelände errichten (rechts oben). Im fünften Obergeschoss sollen unter anderem ein Panorama-Restaurant, eine Bar und Banketträume untergebracht werden. Die Seeburger AG erweitert ihr bestehendes Gebäude und baut ein Parkhaus (unten links). | Foto: Artikular Architekten

„Kraichgau Hotel“ soll Vier-Sterne-Niveau haben

Das Hotel selbst wird von Bernd Seeburger und seiner Gattin realisiert – und soll von einer noch zu gründenden Betreibergesellschaft geführt werden. Man rechne hier mit etwa 50 neuen Vollzeitarbeitsplätzen, sagte Zabel. Der Name „Kraichgau Hotel“ spiegle das Motto wider, das Seeburger vorgegeben habe: „Land der 1.000 Hügel – Bring die Landschaft aufs Zimmer“.

Es gehe nämlich nicht nur darum, Mitarbeitern und Kunden Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten, nein, man wolle das Hotel (Seeburger: „Es wird sich auf Vier-Sterne-Niveau bewegen“) auch für Touristen öffnen.

Jedes der 128 Zimmer, darunter 24 Long-Stay-Appartements, sechs Komfort-Suiten und zehn barrierefreie Zimmer, werde mit Kraichgau-typischen Motiven gestaltet, ebenso die Foyers und die übrigen Räumlichkeiten.

Wellness und Panorama-Aufzug zum Restaurant im fünften Stock

Es gibt Wellness-Einrichtungen drinnen und draußen, Konferenzräume, ein Bistro, das auch für alle Interessierten preisgünstige Mittagsküche bietet und einen gläsernen Panorama-Aufzug. Der führt – ohne, dass man das Hotelfoyer betreten muss – direkt ins fünfte Obergeschoss.

Dort erwarten die Besucher ein Restaurant mit 100 Plätzen, eine Bar, Banketträume für bis zu 455 Personen und Terrassen für Außenbewirtung. Alles mit einem weiten Blick über Bretten und die Kraichgauhügel. Mit dem Hotelbau soll im Frühsommer 2020 begonnen werden, die Eröffnung ist für das Frühjahr 2022 geplant. Zuvor geht es im Frühjahr 2020 mit der Büroerweiterung und dem Parkhaus weiter – geplante Fertigstellung: Sommer 2021.

Stadträte begrüßen das Vorhaben

Die Stadträte begrüßten die Vorhaben und lobten die Planer für ihre Detailtiefe. „Seit damals ist alles gereift und gestalterisch nochmal geschärft“, so Grünen-Fraktionschef Otto Mansdörfer. Er freue sich, dass sich Seeburger mit diesem Projekt „in Bretten fest verankert“. Von „sportlicher Zeitschiene“ sprach CDU-Fraktionssprecher Aaron Treut und Bernhard Brenner bezeichnete den Bau des Hotels als „phänomenal“.