Uli Meinzer (rechts) und Gerold Köhler (Zweiter von rechts), die Geschäftsführer des Wohnungsbauunternehmens Köhler & Meinzer, nahmen zusammen mit Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff (Mitte) sowie Tanja und Achim Loos den Spatenstich für das Projekt Weissachgrün vor.
Uli Meinzer (rechts) und Gerold Köhler (Zweiter von rechts), die Geschäftsführer des Wohnungsbauunternehmens Köhler & Meinzer, nahmen zusammen mit Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff (Mitte) sowie Tanja und Achim Loos den Spatenstich für das Projekt Weissachgrün vor. | Foto: Rebel

Symbolischer Spatenstich

Wohnanlage Weissachgrün mit fortschrittlichen Ideen

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Mit dem symbolischen Spatenstich wurden offiziell die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt des Wohnprojekts Weissachgrün gestartet. Die Projektplaner warten dabei mit fortschrittlichen Ideen auf, so enthält das Energiekonzept ein eigenes Blockheizkraftwerk.

Bereits seit mehreren Wochen ist im Brettener Breitenbachweg das stetige Dröhnen von Presslufthämmern und anderen Baugerätschaften zu hören. Gestern Vormittag verstummten die Geräusche auf dem Areal neben dem Edith-Stein-Gymnasium jedoch für eine halbe Stunde. Aus gutem Grund: Pünktlich um 11 Uhr schritten Gerold Köhler, Uli Meinzer, Tanja und Achim Loos gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Wolff zur Tat. „Nach der intensiven Vorplanungsphase ist es immer ein schöner Moment, wenn es auf der Baustelle offiziell losgeht“, betonte Meinzer beim symbolischen Spatenstich für die Wohnanlage Weissachgrün.

Sechs Gebäude mit 63 Wohneinheiten

„Es gibt nur wenige Disziplinen, die so komplex sind wie der Städtebau. Hier muss man unterschiedliche Interessen berücksichtigen und in Einklang bringen“, ergänzte Köhler. Die beiden Geschäftsführer des Wohnungsbauunternehmens Köhler & Meinzer aus Eggenstein waren sichtlich stolz, als sie den Gästen einige Informationen zu dem baulichen Großprojekt gaben. Entlang des Weissachufers werden bis 2023 sechs Gebäude entstehen, die 63 Wohneinheiten mit verschiedenen Größen (rund 60 Quadratmeter, rund 90 Quadratmeter, rund 110 Quadratmeter) beinhalten. Zehn dieser Wohnungen fallen – unterstützt durch die Stadt Bretten, die L-Bank und das Landesprogramm zur Wohnraumförderung – in die Kategorie sozialer Wohnungsbau.

Bachlauf wird erlebbar gemacht

„Es war unser Ziel, bezahlbares Wohnen zu schaffen“, erklärte Köhler. Auch eine Tiefgarage sowie Fahrradständer werden gebaut. OB Wolf sprach von einer „Win hoch vier Situation“ und zeigte sich sehr angetan vom Weissachgrün, da auch der Fußgänger- und Radweg am Ufer mit in die Planungen einbezogen wurde. „So wird auch der Bachlauf erlebbar gemacht“, erklärte der Verwaltungschef und betonte: „Verkehrstechnisch ist das Gebiet hervorragend erschlossen. Das ist die ideale Lage für dieses Projekt, das der Stadt richtig guttut.“ Das sieht auch Otto Mansdörfer, der Sprecher der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, so. „Wir waren von Anfang an begeistert von den fortschrittlichen Ideen, die hinter diesem Projekt stehen“, betonte Mansdörfer und fügte an: „Klimapolitisch und in Sachen Energieversorgung gibt es in Bretten derzeit nichts Besseres.“

Umfangreiches Energiekonzept

Meinzer und Köhler erklärten hierzu, dass man bei den Planungen großen Wert darauf gelegt habe, in Sachen Ökologie und Ökonomie die bestmöglichen Lösungen zu finden. Gleiches gelte für das umfangreiche Energiekonzept, das man für das Projekt Weissachgrün ausgearbeitet hat. „Das vorherige Grundstück war zu 100 Prozent versiegelt. Wir haben das Grundstück nun ebenso wie das Bachufer wieder entsiegelt. Außerdem werden die Tiefgarage und die Flachdächer begrünt“, sagte Köhler. Daneben spiele die Barrierefreiheit eine wichtige Rolle, zwei der drei Gebäude des ersten Bauabschnitts haben einen Aufzug.
Fast schon beispielhaft ist das Energiekonzept, mit dem die Projektplaner aufwarten.

Verbrauch vor Ort erzeugen

So bekommt das Areal – für die gesamte Wohnanlage Weissachgrün ist ein Verbrauch von 200.000 Kilowattstunden im Jahr errechnet – ein eigenes Blockheizkraftwerk sowie großflächige Fotovoltaikanlagen und einen Batteriespeicher. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Verbrauch vor Ort zu erzeugen. „Das hat auch einen Mehrwert für die Kunden“, betonte Köhler. Damit soll, so der Diplom-Ingenieur und Architekt, später auch das Bewusstsein der Bewohner für den Umgang mit Energie geschärft werden.

Zweiter Bauabschnitt beginnt 2021

Diese Faktoren sind nach Meinung von Meinzer alles Gründe dafür, warum bereits die Hälfte der 33 Wohnungen, die im ersten Bauabschnitt in den Gebäuden Haus Breitenbach, Haus Saalbach und Haus Weißach entstehen, vermarktet sind. „Mit der Nachfrage sind wir sehr zufrieden. Uns ist der persönliche Bezug zu den Kunden wichtig“, erklärte der Wirtschaftsingenieur. In zwei Jahren sollen die ersten drei der insgesamt sechs Gebäude fertiggestellt sein, der Baubeginn für den zweiten Bauabschnitt ist für 2021 geplant. Dann beginnen die Bauarbeiten der Häuser Eschbach, Talbach und Walzbach.