Über 100 Paare schlossen im vergangenen Jahr den Bund fürs Leben – darunter auch Susann und Bernd Höckel, die mittelalterlich gewandet an Peter und Paul die Ringe tauschten.
Über 100 Paare schlossen im vergangenen Jahr den Bund fürs Leben – darunter auch Susann und Bernd Höckel, die mittelalterlich gewandet an Peter und Paul die Ringe tauschten. | Foto: Rebel

Statistik Brettener Standesamt

Zahl der Kirchenaustritte fast verdoppelt

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Eheschließungen und Scheidungen gab es 2018 weniger in Bretten, gleichzeitig gab es ein Plus bei den zu beurkundenden Geburten, bei Sterbefällen und Kirchenaustritten, nach oben ging es auch bei den Anträgen auf Einbürgerung – das listet die Jahresstatistik des Brettener Standesamtes auf.

Als Vergleichszahlen wurden die entsprechenden Zahlen aus dem Jahr 2017 herangezogen. 106 Paare schlossen im Brettener Standesamt zwischen Januar und Dezember 2018 den Bund fürs Leben. Im Jahr zuvor nahm der Brettener Standesbeamte 139 Eheschließungen vor. Die allermeisten Paare lieben es traditionell, was die Wahl des Ehenamens anbelangt. 95 Paare wählten einen gemeinsamen Ehenamen, 90 Mal war dies der Name des Mannes. Fünf Paare entschieden sich für den Namen der Frau. Bei elf Paaren behielt jeder seinen Namen.

Weniger Scheidungen

50 Paare gingen 2018 offiziell wieder getrennte Wege, sie beendeten quasi mit der Scheidung den Bund fürs Leben. Im Jahr 2017 verzeichnete das Brettener Standesamt 61 Scheidungen. Zwei Ehepaare zogen schon nach zwei Jahren einen Schlussstrich und ließen sich scheiden. Bei drei Paaren war dies nach drei Jahren der Fall. Es gab allerdings auch Paare, die sich nach fast vier Jahrzehnten scheiden ließen. Zwei Paare wollten oder konnten nach 39 Ehejahren nicht mehr miteinander.

Nachwuchs für Bretten

Zehn Geburten bekam das Standesamt zur Beurkundung vorgelegt, 2017 waren es sieben neue Erdenbürger, die in der Rathausbehörde formal bestätigt wurden. 18 Vaterschaftsanerkennungen wurden im Standesamt vorgenommen (2017: 17) sowie zwei Adoptionen beurkundet (2017: fünf).

Zahlen des Sterberegisters

445 Verstorbene listet das Brettener Sterberegister 2018 auf. Damit blieb die Zahl fast gleich zum Vorjahr (440 Verstorbene). Von den im zurückliegenden Jahr aus dem Leben geschiedenen Personen waren 229 Männer (2017: 225) und 216 Frauen (2017: 215). Die Mehrzahl der Verstorbenen (247) hatte den Wohnsitz in Bretten, 198 Frauen und Männer lebten auswärts.

Kirchenaustritte fast verdoppelt

Nahezu verdoppelt hat sich die Zahl der Menschen, die der christlichen Kirche den Rücken gekehrt haben. 2018 gingen im Brettener Standesamt die Kirchenaustrittserklärung von 190 Menschen ein, 99 Personen davon gehörten bis dahin der katholischen Kirche an, 91 waren bis zum Austritt evangelischer Konfession. 2017 gingen beim Brettener Standesamt insgesamt 103 Austrittserklärungen ein.

Neu-Brettener

35 Anträge auf Einbürgerung nahm das Standesamt im vergangenen Jahr entgegen, 2017 waren es 31. 2018 erhielten 18 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft, 2017 waren es 45 gewesen.