"Uns schickt der Himmel" - das ist das Motto der engagierten Jugendlichen bei der nächsten 72-Stunden-Aktion vom 23. bis 26. Mai. | Foto: Heintzen

Im Dekanat Bruchsal

72-Stunden-Aktion: 700 Jugendliche packen mit an

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Sie wollen in 72 Stunden die Welt ein Stückchen besser machen: Gut 700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die im Dekanat Bruchsal bei der großen, deutschlandweiten 72-Stunden-Aktion mitmachen. 24 Gruppen haben sich gemeldet. Das reicht von diversen katholischen Jugendgruppen über Schulen bis zu Vereinen oder Freikirchen. „Wir haben dieses Mal etwas weniger Gruppen, aber dennoch voraussichtlich etwas mehr Teilnehmer als beim letzten Mal“, berichtet Dekanatsjugendreferentin Linda Baumgärtner. Bei ihr laufen die Fäden zusammen.

Umweltprojekte besonders gefragt

In der Diözese Freiburg machen insgesamt 400 Gruppen mit etwa 10 000 jungen Menschen mit. Sie alle werden ab dem 23. Mai, 17.07 Uhr 72 Stunden lang für einen guten Zweck anpacken. „Die KJG von Peter und Paul Bruchsal wird bei der Sanierung des städtischen Jugendhauses in Heidelsheim mithelfen“, gibt Baumgärtner einen Vorgeschmack. „Viele Gruppen wollen sich für Umweltthemen einsetzen. Dieses Thema ist auch dank Fridays-for-Future sehr präsent.“ So werden Bienen- oder Insektenhotels gebaut, die Ministranten von St. Vinzenz planen eine Waldsäuberungsaktion mit anschließendem Bau von Insektenhotels. Jugendliche der Siebenten-Tags-Adventisten helfen in einem Altersheim mit. Die Bandbreite ist vielfältig, auch Schüler der Erich-Kästner-Schule in Kronau sind zusammen mit behinderten Mitschülern am Start.

Von der Wiege bis zur Bahre

Zwölf der 24 Projekte sind bereits bekannt, die Gruppen haben sich die Aufgaben selbst gestellt. Die zwölf anderen Gruppen bekommen auf eigenen Wunsch eine Überraschungsaufgabe zugeteilt. „Ich will noch nicht so viel verraten, aber es sind alle Bereiche vertreten – von der Wiege bis zur Bahre, quasi“, berichtet Baumgärtner. Auch einige Ortsverwaltungen sind mit Projektideen an sie und ihr Team herangetreten. Derzeit wird alles vertraglich festgezurrt.

Startschuss fällt am 23. Mai um 17.07 Uhr

An sechs Orten im Dekanat soll donnerstagsnachmittags, 23. Mai, der Startschuss fallen. Dann bekommen alle Gruppen ihre Aufgabe zugeteilt. Zusammen mit etwa 100 000 Jugendlichen deutschlandweit wird bis Sonntagabend geackert. Schlafen ist dann Luxus. Statt eines gemeinsamen Endpunktes am Sonntagabend, nach 72 Stunden, soll es ein großes Fest am Mittwoch, 29. Mai, im Karlsruher Club „Die Stadtmitte“ geben, kündigt Baumgärtner an.

Hilfe gibt es beim Ko-Kreis

15 Ehrenamtliche und die Hauptamtlichen aus dem Dekanatsjugendbüro bilden den Ko-Kreis, der die Aktion koordiniert. Er wird für alle Gruppen Ansprechpartner sein: Wer Unterstützung braucht, kann sich dorthin wenden. Auf der Suche nach Baumaterial, Experten, Utensilien, Essen und Trinken oder Geldspenden helfen sie weiter, wenn die Gruppe selbst nicht mehr weiter kommt. Der Radiosender SWR3 ist ebenfalls mit im Boot und vermittelt im Notfall Hilfe.

Aufruf zum Wählen

Und weil sich der Bund Deutscher Katholischer Jugend (BdkJ) auch als politischer Verband sieht, spielt natürlich die Kommunal- und Europawahl am Sonntag, 26. Mai, eine Rolle bei der 72-Stunden-Aktion. „Wir rufen alle Teilnehmer zur Wahl auf. Wer wegen der 72-Stunden-Aktion nicht vor Ort sein kann, dem raten wir zur Briefwahl“, erklärt Baumgärtner, dass es ihr wichtig ist, das Thema präsent zu halten.