Am Donnerstagnachmittag fiel der Startschuss der 72-Stunden-Aktion. Am Bruchsaler Rathaus nahmen die Jugendlichen ihre Aufträge entgegen | Foto: Heintzen

„Uns schickt der Himmel“

72-Stunden-Aktion im Dekanat Bruchsal gestartet

Anzeige

An sechs Orten im Dekanat Bruchsal istan diesem Donnerstag um 17.07 Uhr der Startschuss gefallen, unter anderen am Rathaus am Marktplatz in Bruchsal. Nun haben rund 700 Jugendliche aus Bruchsal und Umgebung drei Tage Zeit, ihre Projekte zu realisieren. Denn es ist der Start der 72-Stunden-Aktion der Deutschen Katholischen Jugend. Es ist die bundesweit größte Sozialaktion, wie die Veranstalter selbst mitteilen. Das Motto: „Uns schickt der Himmel“.

Einige der 24 Gruppen aus dem katholischen Dekanat Bruchsal verbringen in den 72 Stunden jede Minute zusammen und übernachten gemeinsam in ihren Gruppenräumen. Andere haben nur eine Übernachtung oder schlafen ganz zu Hause. „Das hängt von der Intensität ihrer Projekte ab“, erklärt die Dekanatsjugendreferentin Linda Baumgärtner. Bis Sonntag, 17.07 Uhr, haben die Teilnehmer Zeit, dann sollten ihre Projekte beendet sein.

Aufwand ist unterschiedlich hoch

Ein Großteil der teilnehmenden Gruppen war auch schon bei vergangenen 72-Stunden-Aktionen am Start – die letzte war 2013. Die größten Gruppen haben in diesem Jahr zwischen 50 und 60 Mitglieder, die kleinsten 15 bis 20. Demnach sind auch ihre Projekte mit unterschiedlich viel Aufwand verbunden. „Das Außengelände eines Kindergartens neu zu gestalten ist natürlich viel Arbeit“, berichtet Baumgärtner, die eine der 16 Koordinatorinnen und Koordinatoren der Aktion im Dekanat Bruchsal ist. „Viele Gruppen bauen Insektenhotels und Samenbomben, da hängt es von ihnen selbst ab, ob sie sich damit viel Arbeit machen oder nicht“, ergänzt sie. Die Insektenhotels würden teils einbetoniert, also „richtig groß“ werden.

Hier laufen die Fäden zusammen: Der Koordinierungskreis im katholischen Dekanat Bruchsal organisiert die 72-Stunden-Aktion vor Ort. | Foto: pr

Selbst ausgesuchte oder Überraschungsprojekte

Die Teilnehmer sind Pfadfinder, Ministranten, KjG-Gruppen oder andere Jugendvereinigungen. „Bei der Suche nach Projekten haben wir sie unterstützt“, so Baumgärtner. „Teils haben sie sich Projekte komplett selbst überlegt.“ Die Hälfte der Gruppen entschied sich jedoch für die „Get it“-Variante: Sie bekommen ihr Projekt erst mit dem Startschuss am Donnerstagnachmittag mitgeteilt.

Keine Vorbereitungen erlaubt

Nachteile dürften sie dadurch aber nicht haben: „Alles soll erst in den 72 Stunden umgesetzt werden“, betont Linda Baumgärtner. Es hätten allerdings durchaus auch Gruppen schon Material vorbestellt und auch wichtige TÜV-Anmeldungen, etwa für Klettergerüste bei den Kindergarten-Projekten, mussten vorher erledigt werden.

Viel Arbeit für Koordinatoren

Schon im Oktober aber fingen die Vorbereitungen des Koordinierungskreises an, berichtet Baumgärtner. „Es ist relativ viel Arbeit.“ Dazu gehörte es, Projekte zu finden, Werbung zu machen und natürlich die Gruppen zu besuchen und mit ihnen zu besprechen, was sie machen wollen. Sie hatten bis vor drei Monaten Zeit, sich anzumelden. In ganz Deutschland machen mehr als 81 000 Menschen in mehr als 3 300 Gruppen mit.

Unterstützung
Unter www.72stunden.de/hilferufe teilen die Gruppen mit, wenn ihnen Material oder anderes fehlt.