Großeinsatz für die Feuerwehr Bruchsal am Dienstagabend: Im Dachgeschoss dieses Mehrfamilienhauses war ein Feuer ausgebrochen. | Foto: Zäpfel

Wohnhaus evakuiert

77-Jährige stirbt bei Wohnungsbrand in Bruchsal

Eine 77-jährige Frau ist am Dienstagabend bei einem Wohnungsbrand in der Bruchsaler Stadtgrabenstraße, Ecke Zwerchstraße, ums Leben gekommen. Als die Feuerwehr gegen 19 Uhr am Mehrfamilienhaus in der Innenstadt eintraf, kam für die Bewohnerin der Maisonette-Wohnung jede Hilfe zu spät. Große schwarze Rauchwolken drangen bereits aus dem Fenster im Dachgeschoss.

Nachbarn haben Rauchmelder gehört

Nach ersten Informationen wurden Nachbarn auf die pfeifenden Rauchmelder in der Wohnung aufmerksam. Sie öffneten die Tür mit Werkzeugen, konnten aber wohl nichts mehr ausrichten. Die Frau war stark gehbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen. Um 18.52 Uhr ging bei der Feuerwehr der Alarm ein. Beim Eintreffen war die Wohnung bereits stark verraucht. 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr von Bruchsal, Heidelsheim und Helmsheim, teils unter Atemschutz, sowie weitere von Sanitäts-  und Rettungsdiensten sowie der Polizei waren vor Ort.

Mehrfamilienhaus evakuiert

Das Mehrfamilienhaus wurde evakuiert, viele Bewohner und Nachbarn versammelten sich auf der Straße. Nach ersten Informationen konnten sie ihre Wohnungen aber noch am Abend wieder betreten. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung untersucht, Ärzte gaben aber Entwarnung. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich eine Tagespflege-Station. Die betroffene Wohnung war aber eine Privatwohnung.

Polizei ermittelt

Über die Brandursache konnte die Polizei gegenüber den BNN noch keine Angaben machen. Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen noch am Abend aufgenommen. Der Sachschaden liegt laut Polizei bei 50.000 Euro.

Auch der Bruchsaler Gemeinderat, der zu dieser Zeit gerade im nahen Bürgerzentrum tagte, wurde noch während des Einsatzes informiert. Bürgermeister Andreas Glaser sowie weitere Rathaus-Mitarbeiter machten sich ein Bild von der Lage. Ersatzunterkünfte für die Nacht oder weitere Unterstützung waren nach ersten Erkenntnissen aber nicht von Nöten.

(In einer ersten Version war von einer 78-Jährigen die Rede, diese Angabe hat die Polizei nun korrigiert)