Strahlender Sieger: Tony Löffler (rechts) freut sich mit seiner Frau Miriam über das deutliche Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl in Ubstadt-Weiher. | Foto: Heintzen

Wahl in Ubstadt-Weiher

Amtsinhaber Löffler triumphiert

Tony Löffler hat mit überwältigendem Ergebnis die Bürgermeisterwahl in Ubstadt-Weiher gewonnen und wird die Geschicke der Gemeinde auch in den kommenden acht Jahren in verantwortlicher Position lenken.

Der Wahlsieger wirkte gerührt. „Ich empfinde Ehrfurcht und Demut“, sagte der bisherige und künftige Bürgermeister von Ubstadt-Weiher, kurz nachdem das Wahlergebnis bekanntgegeben worden war. Der 59-Jährige darf das Resultat durchaus als sehr gutes Zeugnis seiner ersten Amtszeit als Rathauschef in der 13000-Einwohner-Kommune werten.

Von den 5 671 abgegebenen Stimmen entfielen 5 296 auf den Amtsinhaber – eine Quote von 94,9 Prozent und damit ein beachtlicher Vertrauensbeweis. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,2 Prozent. An die Adresse seiner Zuhörer sagte Löffler bei dem Festakt beim Rathaus in der Bruchsaler Straße in Ubstadt, es sei für ihn eine „Ehrensache“, dass er die Wähler in den kommenden acht Jahren nicht enttäusche.

Belebung im Wahlkampf

Abgeschlagen auf Platz zwei landete der Straubinger Philipp Hasselbach von der neonazistischen Partei Die Rechte mit 3,2 Prozent der Stimmen. Für die parteilose Friedhild „Fridi“ Miller aus Sindelfingen hatten sich 1,5 Prozent der Wähler entschieden. Wahlsieger Löffler bezeichnete die Kandidatur seiner beiden Herausforderer als eine „Belebung im Wahlkampf“, den er als „fair“ bezeichnete.

Zu den ersten Gratulanten des Verwaltungschefs zählten die Oberhäupter von Kommunen in der Region. So waren unter den Gästen im Ubstadter Rathaus beispielsweise Cornelia Petzold-Schick (Bruchsal), Ulrich Hintermayer (Kraichtal), Klaus Detlev Huge (Bad Schönborn), Felix Geider (Östringen), Markus Rupp (Gondelsheim) und Thomas Nowitzki (Oberderdingen).

Miller fechtet Wahl an

Löffler will Ubstadt-Weiher als familienfreundliche Gemeinde mit sicherem Schulstandort, guter Infrastruktur, leistungsfähigem öffentlichen Personennahverkehr, bezahlbarem Wohnraum, lebendigen Ortskernen und Vereinsvielfalt weiterentwickeln. „Im Gemeinderat darf nicht die Parteipolitik im Vordergrund stehen, sondern es geht allein um die beste und sinnvollste Lösung für die Bürger“, hat der Amtsinhaber wiederholt betont.

Bereits vor dem Wahlsonntag hatte die „Aufdeckungspolitikerin“ Miller, wie sich die Sindelfingenerin selbst bezeichnet, gegenüber der Bruchsaler Rundschau angekündigt, dass sie die Entscheidung anfechten werde. Sie begründete ihr Vorhaben damit, dass die Verantwortlichen der Gemeinde den „bekennenden Rechtsradikalen“ Hasselbach, der „mehrfach vorbestraft und straffällig geworden“ sei, zur Wahl zugelassen hatten. Mitglieder des Wahlausschusses haben dagegen wiederholt versichert, sich exakt an die Vorschriften gehalten zu haben.