Am Büchenauer Waldrand brannte am Samstag ein Stoppelfeld. Das Feuer griff an zwei Stellen auf das angrenzende Waldgebiet über.
Am Büchenauer Waldrand brannte am Samstag ein Stoppelfeld. Das Feuer griff an zwei Stellen auf das angrenzende Waldgebiet über. | Foto: tcz

Wind begünstigt Ausbreitung

Flächenbrände halten Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe in Atem

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Die lange anhaltende Trockenheit hatte eine solche Situation befürchten lassen: Gleich mit mehreren Flächenbränden hatten die Feuerwehren am Wochenende im Landkreis zu kämpfen.

Schwarze Rauchwolke bei Büchenau

Die schwarze Rauchwolke zwischen Büchenau und Bruchsal war am Samstag einige Kilometer weit zu sehen. Aus bislang noch unbekannter Ursache hatte sich kurz vor 17 Uhr ein Stoppelfeld im Gewann Unterer Vogelgesang entzündet. „Durch die trockene Witterung und aufkommenden Wind breitete sich das Feuer rasend schnell aus und bedrohte auch das an zwei Seiten angrenzende Waldstück in Richtung Bundesautobahn“, teilt die Feuerwehr Bruchsal mit. Sie war mit den Abteilungen Büchenau, Untergrombach, Obergrombach und Bruchsal mit dem Alarmstichwort „Flächenbrand groß“ gerufen worden. Unterstützung kam anschließend von den Wehren Karlsdorf-Neuthard, Stutensee, Weingarten, Ubstadt-Weiher und des KIT. Das Feuer hatte an zwei Stellen auf das angrenzende Waldgebiet übergegriffen. Ein Saugbrunnen neben dem Feld wurde angezapft. Im weiteren Verlauf wurde eine Leitung vom etwa 750 Meter entfernten Wasserwerk Bruchsal zur Einsatzstelle verlegt. Schließlich gelang es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen. „Jetzt hieß es die abgebrannte Fläche, besonders in den zwei Waldstücken, ausreichend mit Wasser zu benetzen und die Vielzahl an Glutnestern abzulöschen“, berichten die Wehrleute. Zur Sicherung des Grundschutzes wurden die Abteilungen Helmsheim und Heidelsheim auf Bereitschaft in die jeweiligen Feuerwehrhäuser abgeordnet.

40 Ar Wald zerstört

Bei dem Brand wurden etwa drei Hektar Stoppelfeld und 40 Ar Wald im Unterholz zerstört. Etwa 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden eingesetzt. Zu deren Absicherung und Versorgung waren ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes und die SEG-Mitte des DRK mit 14 Leuten vor Ort. Die Feuerwehr Bruchsal war bis 23.30 Uhr im Einsatz. Am gestrigen Morgen wurde die Büchenauer Wehr erneut an die Einsatzstelle gerufen. Sie löschte einen glühenden Baumstumpf am Feldrand.

Getreidefelder  bei Malsch brennen

Zu einem Brand auf Getreidefeldern wurden am frühen Samstagabend die Feuerwehren aus Malsch und Ettlingen gerufen. Um 17 Uhr wurde die Feuerwehr Malsch wegen eines größeren Flächenbrandes alarmiert. Da bei der Anfahrt starke Rauchentwicklung festgestellt wurde, teilt die Feuerwehr Malsch mit, wurde die Feuerwehrabteilung Ettlingen alarmiert, die mit fünf Fahrzeugen ausrückte. Die Felder, auf denen zuvor noch ein Mähdrescher im Einsatz war, befinden sich zwischen Malsch und Neumalsch. Der Feuerwehreinsatz sei wegen der großen Fläche nicht ganz einfach gewesen, doch wurde der Brand relativ schnell unter Kontrolle gebracht. Auch mussten die Feuerwehrfahrzeuge immer wieder mit Wasser aufgefüllt werden, da kein Hydrant in der Nähe gewesen sei. Die Feuerwehr Malsch war mit neun Fahrzeugen am Einsatzort. Durch den Wind wurde das Feuer in Richtung Autobahn getrieben, wodurch die Helfer an verschiedenen Stellen im Einsatz waren. Gegen 18 Uhr war der Brand bis auf kleinere Nachlöscharbeiten gelöscht. Auch Pflüge wurden eingesetzt, um den Gefahrenherd einzudämmen. Verletzt wurde niemand.

Schon am Samstagmittag hatte bei Malsch ein anderes Feld gebrannt, das von der Feuerwehr gelöscht wurde, so die Feuerwehr. Zur Brandursache konnte die Feuerwehr gestern noch keine Auskunft geben. Insgesamt waren 73 Helfer im Einsatz – auch das DRK und eine Streife der Autobahnpolizei waren vor Ort. Unterstützung kam auch vom Bauhof der Gemeinde.

Feuer beim Naturschutzgebiet

60 Kräfte aus Bruchsal, Forst und Hambrücken löschten gestern Nachmittag einen Brand auf einem abgeernteten Getreidefeld zwischen Hambrücken und Karlsdorf. Das schnelle Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr Graben-Neudorf verhinderte am Sonntagnachmittag einen weiteren Flächenbrand am Rande des Naturschutzgebiets Kohlplattenschlag. Das Feuer hatte schon an mehreren Stellen auf ein Roggenfeld übergegriffen. Der Schaden an dem Feld war gering. Verhindert werden konnte auch ein Ausbreiten auf den nahen Wald.

Feld brennt neben der B36

Zu einem größeren Flächenbrand kam es am Sonntagnachmittag auf einem Feld an der B 36 zwischen Linkenheim und Leopoldshafen. Mit mehreren Rohren wurde der Brand bekämpft und ein weiteres Ausbreiten auf ein angrenzendes ungemähtes Weizenfeld verhindert. Insgesamt brannten etwa 1,5 Hektar Fläche. Im Anschluss an die Löscharbeiten wurde die Grünfläche großzügig bewässert um ein erneutes entzünden zu verhindern. Der Verkehr wurde einseitig an der Einsatzstelle durch die Polizei vorbeigeleitet. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Am Ostring in Eggenstein, nahe des Feuerwehrhauses, brannte gestern Nachmittag ein etwa 40 Ar großer Stoppelacker, in Linkenheim brannten rund 200 Quadratmeter Waldboden.