Rund geht es langsam aber sicher in Sachen OB-Wahl. Am Mittwoch hat der dritte Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen. | Foto: Heintzen

Dritter Bewerber

Bruchsaler OB-Wahlkampf nimmt Fahrt auf

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Nun kommt doch noch Schwung in die Bruchsaler Oberbürgermeister-Wahl: Mit dem 25-jährigen Marco Doneit aus Helmsheim sind nun drei Kandidaten im Rennen. Neben der parteilosen Amtsinhaberin Cornelia Petzold-Schick hat dieser Tage der ebenfalls parteilose Frauenarzt Bernd Reißer seine Kandidatur angekündigt. Doneit ist Mitglied von „Die Partei“. Der Elektroingenieur hat am Mittwochmorgen seine Bewerbung im Bruchsaler Rathaus persönlich abgegeben.

 

Marco Doneit will OB von Bruchsal werden. | Foto: Zäpfel

Danach führte ihn sein Weg in die Redaktion der Bruchsaler Rundschau. Dort schildert er seine Beweggründe für eine Kandidatur. Die Partei ist bekannt geworden, weil sie sich hauptsächlich satirischer Stilmittel bedient. Und vor diesem Hintergrund lassen sich auch die Beweggründe Doneits für seine Kandidatur lesen: „Mein Auto ist kaputt, ich brauche dringend einen gut bezahlten Job“.

Doneit will kein Spaßkandidat sein

Als Spaßkandidat versteht sich der Helmsheimer allerdings nicht. „Das finde ich zu abwertend.“ Sein politisches Motto lautet: „Zuhören, urteilen, entscheiden.“ Als Oberbürgermeister will er sich dafür einsetzen, dass „die Leute ihrer Tätigkeit nachgehen, in Sicherheit leben und für bezahlbaren Wohnraum.“

Für die „Speiseeisbremse“

Wichtiges Ziel sei auch die Speiseeisbremse. „Schluss mit lustig – Eis muss bezahlbar bleiben, gerade jetzt im Sommer. Nach dem peinlichen Versagen der Mietpreisbremse setzt sich die Partei für eine dringend notwendige Regulierung der Speiseeispreise ein“, so Doneit. „Ich bin mir sicher, das bringt uns viele Stimmen da draußen an den Waffeln!“

Die Leute wollen Achterbahn statt Autobahn

Amtsinhaberin Petzold-Schick sei ihm zu langweilig. „Die Leute wollen Achterbahn statt Autobahn.“ Mitbewerber und Stadtrat Bernd Reißer sieht er als nicht ernstzunehmend an. Der habe schließlich noch nicht einmal seine Bewerbungsunterlagen abgegeben. Tatsächlich sind Reißers Unterlagen am Mittwoch noch nicht eingegangen. Sowohl Reißer als auch Doneit müssen zudem 50 Unterstützer-Unterschriften von Bruchsalern einreichen, damit ihre Kandidatur zulässig ist. Gewählt wird am 9. Juli.

Doneit rechnet mit „absoluter Mehrheit“

Doneits Wahlkampf besteht voraussichtlich hauptsächlich aus „Klinkenputzen“, wie er sagt. Welche Chancen sich der junge Satire-Kandidat ausrechnet? „Die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang.“ Der 25-jährige Doneit lebt mit seiner Freundin in Helmsheim, aufgewachsen ist er in Untergrombach. Er hat seinen Bachelor-Abschluss gemacht und studiert nun in Karlsruhe zum Masterabschluss Elektrotechnik. Nebenberuflich arbeitet er bei SEW-Eurodrive.

 

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