Seit rund 40 Jahren ragen die beiden Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg in den Himmel. In der zweiten Jahreshälfte könnten sie gesprengt werden.
Seit rund 40 Jahren ragen die beiden Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg in den Himmel. | Foto: Jehle

Wegen Corona ohne Zuschauer

Datum steht fest: Kühltürme des AKW Philippsburg werden gesprengt

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Bei der Sprengung der Philippsburger Kühltürme gehen die Verantwortlichen auf Nummer sicher. Sie nennen ein 48-stündiges Zeitfenster für den Abbruch – Menschenansammlungen sollen aufgrund des Coronavirus unbedingt vermieden werden.

Dass die Philippsburger Kühltürme im Laufe des Jahres gesprengt werden würden, war schon lange klar. Im März verkündete EnBW dann das frühestmögliche Datum, das gegenüber Behörden aus formalen Gründen angegeben werden musste: 14. Mai 2020.

Aufgrund der Corona-Krise schien es denkbar, dass die tatsächliche Sprengung erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich ist. „Wir werden nicht auf Biegen und Brechen irgendeinen Termin umsetzen“, hatte EnBW-Geschäftsführer Jörg Michels noch betont. Nun ist klar: Der 14. Mai wird tatsächlich angepeilt.

Großes Zeitfenster wegen Corona-Krise: „Zu jeder Tages- und Nachtzeit“

Als Zeitfenster für die Sprengung verkündet EnBW am Montagmittag den 14. und 15. Mai 2020. „Er kann in diesem 48-stündigen Zeitfenster zu jeder Tages-und Nachtzeit stattfinden“, heißt es in einer Mitteilung.

Nachdem angedacht war, dass Zuschauer mit Sicherheitsabstand die Sprengung mitverfolgen können, soll das aufgrund der Corona-Krise vermieden werden.  „Um Menschenansammlungen zu verhindern, werden der konkrete Sprengtermin und die genaue Uhrzeit der Sprengung nicht öffentlich bekannt gegeben.“ Unmittelbar nach der Sprengung werde die Öffentlichkeit informiert.

Video zur Abschaltung in Philippsburg (Dezember 2019):