Der Busbahnhof soll laut Masterplan auf die andere Seite des Bahnhofs verlagert und vergrößert werden. An dieser Stelle entstünde ein Park- und Geschäftshaus
Der Busbahnhof soll laut Masterplan auf die andere Seite des Bahnhofs verlagert und vergrößert werden. An dieser Stelle entstünde ein Park- und Geschäftshaus | Foto: Zäpfel

Erklärung unterschrieben

Der Bruchsaler Bahnhof soll umstrukturiert werden

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Er soll zur Mobilitätszentrale werden, eine städtebauliche Schlüsselrolle einnehmen: Die Rede ist vom Bruchsaler Bahnhof und seinem Umfeld Der Gemeinderat hat dazu nun einer Absichtserklärung zugestimmt, die Stadt und Deutsche Bahn am 2. Dezember unterzeichnen wollen.

Der Masterplan sieht gleich mehrere Großbaustellen vor: Wesentlich für die bereits 2016 verabschiedete große Variante ist die Verlegung des Busbahnhofs nach Süden, stadtauswärts Richtung Saalbachcenter, wo heute noch Autos parken. Dann könnte auf dem jetzigen Busparkplatz ein Park- und Geschäftshaus entstehen.

Alle relevanten Buslinien sollen am Bahnhof zusammenlaufen

Auf dem neuen, größeren Busbahnhof soll dann das heutige Rendezvous, die zentrale Halte- und Umsteigestelle für die Stadtbusse, integriert werden. Damit würden sämtliche relevanten Buslinien am Bahnhof zusammengeführt. Kritikpunkt: Fahrgäste, die von Bahn auf Bus umsteigen, müssen künftig längere Fußwege zurücklegen.

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Auch die Verkehrsführung ändert sich

Zweite Großbaustelle: Die Vekehrsführung. Dazu soll der heutige Knoten an der Einfahrt zu den Kurzzeitparkplätze entflochten und die Kreuzung Hildastraße und Prinz-Wilhelm-Straße umgestaltet werden. Dort läuft bereits ein Testbetrieb mit Fußgängerampel. Ein neuer, kleiner Platz entsteht dort, wo heute noch das Irish-Pub und die Toiletten sind. Dort endet künftig der neue Treppenaufgang der Unterführung.

Wer hier ankommt, findet auf der einen Seite das Bahnhofsgebäude und auf der anderen Seite ein neues Parkhaus mit Gastronomie und Geschäften. Ziel sei eine möglichst große zusammenhängende Handelsfläche, etwa für einen Elektronik-Fachhändler oder einen Drogeriemarkt, hieß es.

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Einen möglichen Zeitplan gibt es schon

Im Erdgeschoss soll neben dem neuen Treppenaufgang Gastronomie angesiedelt werden – etwa das Irish Pup, das ja sein Lokal verlieren würde. Dort sollen auch überdachte Fahrradstellplätze entstehen. In ihrem Masterplan haben Stadtverwaltung und Bahn einen möglichen Zeitplan beschrieben: Die Unterführung Richtung Bahnstadt wird bereits nächstes Jahr begehbar sein.

2022 sollen Ersatzparkplätze etwa im Victoriapark und in der Bahnstadt entstehen. Mitte 2022 könnten Straßenbaumaßnahmen beginnen. Baubeginn für das Park- und Geschäftshaus wäre 2023.