Direkt zum Ferienstart begannen die Abbruch- und Entkernungsarbeiten an der Konrad-Adenauer-Schule. In zwei Jahren soll alles fertig sein. Aber auch andere Schulgebäude werden in den Ferien saniert und renoviert. | Foto: Martin Heintzen

Sanierungen in den Ferien

Die Arbeiten in Bruchsaler Schulen sind im Gange

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Während die Schüler in den Sommerferien entspannen, herrscht in den Schulgebäuden in Bruchsal trotzdem keine Ruhe. Denn die unterrichtsfreie Zeit ist die einzige Gelegenheit für Renovierungen und Sanierungen, ohne dass der Schulbetrieb von den Arbeiten gestört wird und umgekehrt.

Container an der Konrad-Adenauer-Schule

Ein Großprojekt startet nun in den Ferien an der Konrad-Adenauer-Schule. Zwei Jahre lang wird die Generalsanierung dauern, sie läuft auch während des Unterrichts. Damit die Schüler trotzdem ein Dach über dem Kopf haben, werden in den Sommerferien Container aufgestellt. Sie dienen als provisorische Unterrichtsräume. „Abschnittsweise werden die Klassenräume saniert, die Fenster und Oberflächen. In der Zeit kommen die betroffenen Klassen in die Container“, erklärt Wolfgang Seifert vom Stadtbauamt. In den Ferien werden aber nicht nur die Container aufgestellt, sondern auch die Abbruch- und Entkernungsarbeiten des ersten Bauabschnitts angegangen.

Fördermittel des Landes Baden-Württemberg

„Die Gesamtkosten der Generalsanierung der Konrad-Adenauer-Schule belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro“, teilt Seifert mit. Das Land Baden-Württemberg fördert diese Sanierung mit 1,73 Millionen Euro aus dem „Kommunalen Sanierungsfonds für die Sanierung von Schulgebäuden“. Es sind die ersten Fördermittel des Landes für Schul-Sanierungen, deswegen war die Grundsanierung der Konrad-Adenauer-Schule vorverlegt worden. (Die Rundschau berichtete.)

Brandmeldeanlage und Toiletten-Sanierung

An zweiter Stelle steht, was die Kosten anbelangt, das Justus-Knecht-Gymnasium. Dort werden die Verkabelungen der Brandmeldeanlage (BMA) und der Sprachalarmierungsanlage (SAA) für rund 120 000 Euro neu verlegt. „Die Kosten für die übrigen, in den Schulferien laufenden Arbeiten belaufen sich auf rund 140 000 Euro“, fast Seifert zusammen. Einen wesentlichen Posten dieser Summe macht mit 90 000 Euro die Sanierung der einzigen Toiletten-Anlage in der Grundschule in Helmsheim aus. „Fast alle Gewerbe arbeiten dort auf zwei kleine Räume verteilt“, berichtet Seifert. Somit sei die Arbeit abstimmungsintensiv.

Grundsätzlich sind alle Sachen, die wie angehen, immer dringend.

Es handelt sich bei den übrigen Baumaßnahmen meist um „Kleinigkeiten“, die an den Schulgebäuden erledigt werden, erklärt er. Doch: „Grundsätzlich sind alle Sachen, die wie angehen, immer dringend.“ So werden im Schönborn-Gymnasium diverse Zimmer neu gestrichen, der Personalraum der Mensa der Pestalozzischule bekommt eine neue Brandschutzdecke und der Fahrradunterstand der Büchenauer Grundschule erhält eine neue Bedachung. „Die Mitarbeiter des Bauhofs arbeiten in den ganzen Ferien ordentlich.“ Im Altbau der Dietrich-Bonhoeffer-Schule wird ein Treppengeländer erneuert, dazu habe man sich mit dem Denkmalamt abgestimmt. Zusätzlich werden das Rektorat, das Lehrerzimmer im Altbau und das Musikzimmer im Fachraumgebäude ausgeräumt, da die Aufarbeitung der dortigen Parkettböden ansteht. „Das ist nur in den Sommerferien machbar“, sagt Seifert.

Arbeiten im Schulbetrieb nicht möglich

Ungefähr 15 000 Euro kosten alle Arbeiten an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule. Etwas umfangreicher fallen die Maßnahmen in der Albert-Schweitzer-Realschule aus. Sie schlagen mit 20 000 Euro zu Buche. Dort erfolgt der Einbau von Akustikdecken und Deckensegeln im Treppenhaus und im Flur an der Sporthalle. „Das ist keine riesige Fläche, aber im Schulbetrieb sind das Fluchtwege“, erklärt Seifert.