Beim neuen D-Bau sollen acht Operationssäle wie in einer Art Schublade in den Baukörper eingeschoben werden. Sie bilden das Kernstück der geplanten Umbauarbeiten an der Bruchsaler Fürst-Stirum-Klinik, die bis 2024 laufen sollen.
Beim neuen D-Bau sollen acht Operationssäle wie in einer Art Schublade in den Baukörper eingeschoben werden. Sie bilden das Kernstück der geplanten Umbauarbeiten an der Bruchsaler Fürst-Stirum-Klinik, die bis 2024 laufen sollen. | Foto: Visualisierung: PL Architekten GmbH

Gesamtkosten von 55 Millionen

Die Bruchsaler Klinik wird wieder zur Baustelle

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Nach dem Umbau ist vor dem Umbau. Diese Erfahrung hat auch Lothar Laier, Leiter des Facility Managements, nach der Eröffnung des Neubaus der Rechbergklinik in Bretten gemacht. Nun steht wieder verstärkt die Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal im Fokus.

Dort laufen nach der Eröffnung des G-Baus im April 2018 die Planungen für das neue Parkhaus, ein Ärztehaus an der Heidelberger Straße und den neuen D- und E-Bau. Allein die Realisierung des dritten Bauabschnitts wird 55 Millionen Euro kosten. Derzeit wird die Kalkulation weiter ausgearbeitet, damit der Kreistag im Januar bei den Beratungen zum Wirtschaftsplan 2020 einen Beschluss fassen kann, heißt es auf BNN-Anfrage aus dem Landratsamt.

Baumaßnahmen sollen 2022 fertig sein

Im Laufe des Jahres 2020 sollen dann die Arbeiten am neuen D-Bau beginnen, bei dem acht neue OP-Säle wie eine Art Schublade eingeschoben werden. „Der OP-Bereich ist das Kernstück, wenn die Operationssäle nicht da sind, kann ein Krankenhaus nicht arbeiten“, verweist Finanzdezernent Ragnar Watteroth auf die Dringlichkeit der baulichen Maßnahme, die 2022 beendet sein soll.

Privater Investor errichtet Parkplätze

Nachdem in der Gutleutstraße die Umbauarbeiten abgeschlossen sind, sollen nun Ende Mai oder im September die Arbeiten für den Bau des Parkhauses beginnen. Um möglichst frostfrei arbeiten zu können, wurde der Baubeginn verschoben. Die Arbeiten sollen im ersten Halbjahr 2020 fertig sein. Ein privater Investor will dort auf mehreren Ebenen 265 Parkplätze für Patienten und Besucher einrichten. Mit einem automatischen Erfassungs- und Bezahlsystem sollen Rückstaus und Wartezeiten verringert werden, so Baumanagement-Leiter Laier. Über Kameras an der Ein- und Ausfahrt wird das Kennzeichen erfasst und so Parkdauer und Tarif ermittelt. Die Gebühr kann online oder am Automat gezahlt werden.

Ausschreibungen für Ärztehaus laufen

Nach der Realisierung des Parkdecks soll auch mit dem Bau des Ärztehauses an der Heidelberger Straße begonnen werden. Dafür laufen derzeit noch die Ausschreibungen für das Konzept mit mehreren Investoren, erklärt Ragnar Watteroth. Er hofft auf einen Abschluss Ende 2019 oder Anfang 2020. Nach dem Abriss eines bestehenden Gebäudes sollen dort auf drei Stockwerken mehrere Arztpraxen unterkommen, die im ambulanten Bereich Synergien mit der Klinik ermöglichen und auch die OP-Säle nutzen können. Auch an Strahlentherapie ist gedacht. Die Bauzeit wird mit 18 Monaten veranschlagt.

Zukunftsbaupläne bis 2024

Nach dem Neubau des D-Baus steht der Abriss und Neubau des E-Baus auf dem Plan, der zwischen 2022 und 2024 erfolgen soll. Neben zwei OP-Sälen ist dort eine Pflegestation mit 42 Betten geplant. 40 Betten sind in der Ebene 4 für Patienten mit einer Zusatzversicherung vorgesehen.