Vorfreude auf den "Ironman Kraichgau": Die BNN begleiten Stefanie Meigel und Sven Senkel beim Training für den Triathlon-Wettkampf. | Foto: Donecker

Vorbereitung auf den „Ironman“

Die „ganz besondere Atmosphäre“

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Der Weg zum „Ironman“ ist nicht direkt. Im Gegenteil: Er führt oft über Umwege, über Badminton etwa, übers Skifahren, über Verletzungen – und über eine Hochzeit. Bei Stefanie Meigel und Sven Senkel etwa. Die beiden Fluglotsen aus Karlsruhe hatten mit dem Ausdauerdreikampf früher wenig im Sinn. Bei dem aus Berlin stammenden Sven Senkel etwa bestimmte zunächst Badminton den sportlichen Alltag. „Irgendwann ist dann noch das Laufen dazugekommen“, sagt der 37-Jährige, der „als Junge beim Berlin-Marathon immer an der Strecke gestanden“ ist und die „Läufer angefeuert“ hat. 2001 war er dann selbst einer von ihnen. Wenige Jahre später, als er in Karlsruhe beruflich Fuß gefasst hatte, lief er auch den Baden-Marathon.

Erfolgreiche Skifahrerin

Bei der 36-jährigen Stefanie Meigel prägte Skifahren die sportliche Jugend im Berchtesgadener Land. Als sehr erfolgreiche Kaderathletin fuhr sie sogar Europacup-Rennen. Schwere Knieverletzungen beendeten die Karriere in den Bergen. Dem Sport blieb sie aber verbunden. „Joggen, radeln – gelaufen bin ich eigentlich immer etwas“, sagt sie. Und dann eben auch Marathon. Berlin war der erste, New York hat sie gemacht und Tokyo. Mit ihrem Mann zusammen hat sie ein Ziel: die sechs „World Major Marathons“. „Da fehlen noch London, Boston und Chicago.“

Durchs „Land der 1000 Hügel“

Doch die müssen aktuell noch etwas warten. „Wir bereiten uns auf den Ironman Kraichgau vor“, sagt das Paar. Er ist zum dritten Mal auf der sogenannten „Halbdistanz“ der Triathleten unterwegs, sie nimmt erstmals die Herausforderung von 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21 Kilometer laufen – alles am Stück hintereinander – an. „Hauptsache, ins Ziel kommen“, gibt sie als Losung aus. Für ihn dient der Wettkampf im „Land der 1 000 Hügel“ am 11. Juni als Vorbereitung für einen anderen Event – „ich will am 9. Juli bei der Challenge Roth starten“. Bei diesem Kultrennen der Triathleten geht es um die doppelte Strecke. Die Langdistanz ist die Königsdisziplin.

Erster Triathlon

Rückblick: Vor fünf, sechs Jahren starteten „Meigel/Senkel“ ihre Triathlon-Karriere bei einem Wettkampf in Stutensee – einer Sprintdistanz. Danach ging Senkel 2013 im Kraichgau erstmals die Halbdistanz an, auf die er 2016 nach einer langwierigen Verletzung zurückkehrte. Sie startete auf der Olympischen Distanz (1,5 – 40 – 10 km).

Sport ist auch Urlaub

Der Sport ist für die beiden das zentrale Hobby, das um den Beruf herum viel Zeit in Anspruch nimmt. Da geht auch der Urlaub drauf – „aber wir wollen das ja so“. Ein Wettkampf wie der „Ironman“ im Kraichgau oder die Challenge im fränkischen Roth werden entsprechend akkurat vorbereitet. Da kann sich das wöchentliche Training schon einmal auf über 15 Stunden aufaddieren – gerade wenn es um eine Langdistanz geht. Das kann man alleine planen oder – wie Meigel/Senkel – mit Hilfe eines Triathloncoachs wie Michael Krell, der seit vielen Jahren selbst sehr erfolgreich unterwegs ist. Der sorgt denn auch dafür, dass es zwischendrin einmal einen Ruhetag – no sports! – gibt.

Noch fünf Wochen

Noch fünf Wochen sind es jetzt bis zum „Ironman Kraichgau“. Stefanie Meigel freut sich schon auf die Atmosphäre dort. Die Stimmung bei einem solchen Triathlonevent ist für sie „etwas ganz Besonderes“. Ihr Mann stimmt ihr zu und macht ihr Mut, wenn sie wieder einmal nachdenkt, „wie ich das schaffen soll“. Auf seinen Hinweis, „auf dem letzten Kilometer geht alles wie von selbst“, verlässt sie sich jetzt.

Noch fünf Wochen bis zum „Sparkasse Ironman Kraichgau“: Die BNN berichten im Vorfeld aus verschiedenen Blickwinkeln über den großen Triathlon-Event und begleiten das Ehepaar Meigel/Senkel in seiner Vorbereitung auf den Wettkampf. Hier das Programm der nächsten sieben Tage:

Stefanie: Samstag: Ruhetag – Sonntag: 1:30 Stunden Schwimmen + 1:15 Laufen – Montag: 3:00 Rad – Dienstag: 0:50 Laufen – Mittwoch: 1:30 Schwimmen + 2:00 Laufen – Donnerstag: 2:30 Rad + 0:30 Schwimmen – Freitag: Ruhetag

Sven: Samstag: 4:00 Rad + 0:30 Laufen – Sonntag: 1:30 Schwimmen + 1:15 Laufen – Montag: 3:30 Rad – Dienstag: 0:25 Kräftigung – Mittwoch: 1:30 Schwimmen + 2:15 Laufen – Donnerstag: 3:30 Rad + 0:30 Schwimmen – Freitag: Ruhetag