Für den Fastnachtsumzug in Bruchsal laufen jetzt die letzten Vorbereitungen. Mit dem „Morgedorscht“ startet das närrische Wochenende in der Innenstadt. Der Umzug verläuft wegen Bauarbeiten dieses Jahr etwas anders. | Foto: Heintzen

Veranstaltung

Fastnachtsumzug Bruchsal: Verantwortliche hoffen auf gutes Wetter

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Nur noch wenige Tage, dann ist es so weit: Einer der ersten Fastnachtsumzüge der Region startet in Bruchsal – und zwar am Sonntag, 16. Februar, 13.33 Uhr. Organisiert wird der Umzug mit über 100 teilnehmenden Motivwagen, Fuß- und Musikgruppen zum 54. Mal vom Komitee Bruchsaler Fasnachtsumzüge „Die Holzlumpen“ 1965.

Die Organisatoren haben dabei einen kritischen Blick auf den Wetterbericht: „Ich hoffe, der Sturm hat sich bis dahin ausgetobt“, sagt Erika Deutermann vom Organisationskomitee.

Fastnachtsumzug nimmt wegen Bauarbeiten anderen Weg

Wegen den Sanierungsarbeiten an der Moltkebrücke ist der Start erstmals in der Seilersbahn. Danach geht es in die Huttenstraße und ein Stück entlang der Kaiserstraße an der traditionellen VIP-Bühne vorbei.

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Am Friedrichsplatz verläuft der Umzug dann erstmals in Richtung Innenstadt weiter, biegt in die Anton-Wetterer-Straße ein und endet am Marktplatz. Auch die Aufstellung der Wagen und Fußgruppen bis zum Start des Umzugs erfolgt erstmals in der Württemberger Straße. Anwohner und Besucher werden gebeten, die Ausweichstrecken und -parkmöglichkeiten zu nutzen. Dazu stehen die Parkhäuser „Rathausgalerie“ und am Saalbachcenter zur Verfügung.

Vor und während des Umzugs ist in der gesamten Innenstadt mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, insbesondere ist die B 3 am Umzugstag in der Ortsdurchfahrt Bruchsal von 13 Uhr bis etwa 18 Uhr komplett gesperrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert.

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Umleitung für Anreisende

Auch Narren, die aus Richtung Graben-Neudorf kommen, müssen sich umstellen: Wegen der Abbrucharbeiten an der Autobahnbrücke ist der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Graben-Neudorf und Bruchsal am Wochenende komplett eingestellt.

Die Deutsche Bahn richtet für die Zeit während der Sperrpause einen Schienenersatzverkehr ein.

KVV fährt Extratouren

Der KVV verstärkt am Sonntag durch den Einsatz eines zusätzlichen Standard-Busses sein Fahrplan-Angebot auf der Linie 125 zwischen den Bahnhöfen Waghäusel und Bruchsal.

Auf der Hinfahrt zum Umzug fährt der zweite Bus nahezu zeitgleich mit dem regulär eingesetzten Fahrzeug ab Kirrlach Hinterfeld 12.44 Uhr am Bahnhof Waghäusel um 12.58 Uhr ab und endet in Bruchsal Bahnhof um 13.33 Uhr. Zurück geht es verstärkt jeweils ab Bruchsal Bahnhof und bis Waghäusel Bahnhof um 17.20 Uhr, 18.20 Uhr und 19.50 Uhr.

Um den Zu- und Ausstieg in Bruchsal kanalisieren zu können, werden es am Sonntag und am Samstag ab 17 Uhr die Haltestellen zwischen Lebenshilfe und Bahnhof in beide Richtungen nicht bedient.

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Kommandozentrale im Rathaus

Während die Kommandozentrale für Einsatzkräfte im Rathaus untergebracht ist, wird in der Hebelschule ein Lazarett für alle möglichen Unfälle eingerichtet. Erika Deutermann appelliert an die Umzugsteilnehmer, den Spaß am Brauchtum in den Vordergrund zu stellen und auf übermäßigen Alkoholgenuss zu verzichten. Dies gelte besonders für Jugendliche.

Vereine stürmen Rathaus

Bereits einen Tag zuvor, am Samstag, 15. Februar, bringen sich die Narren in Bruchsal in Feierlaune. Beim „Brusler Morgedorscht“ wird die Straßenfasnacht um 7.77 Uhr am Graf-Kuno-Museum mit lautem Getöse eingeläutet. Danach ziehen die Narren über das Altenzentrum auf den Marktplatz.

Um 11.11 Uhr wird dort das Rathaus gestürmt. Schon lang klagen die Bruchsaler Vereine über Raumnot und Bürokratie. Deshalb hat Graf Kuno unter dem Motto „Der Weg ist voller Steine für Bruchsaler Vereine!“ seine Unterstützung zugesagt. Weiter geht es samstags um 15 Uhr auf dem Otto-Oppenheimer-Platz beim 30. Monsterkonzert. Der Eintritt samstags ist frei.