Amtsinhaber Felix Geider wird auch künftig die Geschicke Östringens lenken. Der einzige Kandidat für den Bürgermeisterposten hat 96,6 Prozent der Stimmen geholt. Hier ein Foto von der Kandidatenvorstellung im Stadtteil Östringen. | Foto: Heintzen

Östringer Bürgermeisterwahl

Felix Geider mit 96,6 Prozent im Amt bestätigt

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Zugegeben: Die Bürgermeisterwahl vor wenigen Wochen in Bad Schönborn war spannender. Schon vor 18 Uhr an diesem sonnigen Wahltag stand fest: Der 36-jährige Felix Geider wird auch die kommenden acht Jahre die Geschicke Östringens als Bürgermeister leiten. Zumindest etwas Spannung versprach die Frage, ob der Amtsinhaber überhaupt viele Bürger zur Wahl motivieren konnte. Und warum die Auszählung der Stimmen an diesem Sonntagabend doch vergleichsweise lange dauerte.

Von Monika Eisele und Heinz Forler

Erst gegen 19.30 Uhr standen die genauen Zahlen und damit das Ergebnis fest: Felix Geider ist mit 96,6 Prozent der Stimmen erneut zum Bürgermeister Östringens gewählt worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,13 Prozent. Der Wahlsieger nahm im Foyer des Rathauses zahlreiche Glückwünsche entgegen. Das Rathaus hatte sich nach 18 Uhr langsam aber sicher gefüllt. Am Ende kamen auch einige Bürgermeisterkollegen, Gemeinderäte und Abgeordnete zum Gratulieren. Für Felix Geider ein gutes Ergenbnis, wie er bekundete. Die Gratulanten zieht es zusammen mit dem frischgebackenen Bürgermeister zum Freibier in die Hermann-Kimling-Halle.

Relativ viele Briefwähler

In Östringen waren an diesem Sonntag 10.651 Einwohner aufgerufen,  ihre Stimmen abzugeben. Einziger Kandidat war Amtsinhaber Felix Geider, der vor acht Jahren den Christdemokraten Walter Muth als Rathauschef abgelöst hatte. In den zurückliegenden Wochen waren in Östringen wiederholt Befürchtungen geäußert worden, dass die Wahlbeteiligung eher gering ausfallen könnte. Erste Zahlen aus dem Rathaus wiesen aber bereits wenige Tage vorher in eine andere Richtung. Nach Auskunft der Stadtverwaltung waren bis Sonntag rund 1.257 Briefwahlanträge von rund zwölf Prozent der Stimmberechtigten eingegangen.

Vor acht Jahren gegen Amtsinhaber durchgesetzt

Als Geider bei seiner ersten Kandidatur dem Amtsinhaber ablösen konnte, entfielen auf den damals 28-Jährigen über 56 Prozent der abgegebenen Stimmen. Muth kam auf nur knapp 40 Prozent, der dritte Bewerber, Ralf Kronig von den Grünen, auf vier Prozent. „In den vergangenen acht Jahren wurde vieles in unserer Stadt bewegt; gemeinsam haben wir viel erreicht“, hat Geider unlängst betont und die Aufgaben für die nächste Amtszeit skizziert. So sei das Betreuungsangebot für Kleinkinder ebenso eine Herausforderung wie verbesserte Voraussetzungen im Leibniz-Gymnasium, das zum Teil saniert und auf das digitale Lernen besser vorbereitet werden soll. Ferner plant die Stadt, zentrale Spielpunkte für die Heranwachsenden anzubieten.

Baugebiet Dinkelberg als Zukunftsprojekt

Damit die Kommune mit derzeit rund 13 300 Einwohnern weiterwachsen kann, soll das Baugebiet Dinkelberg IV entstehen. „Wohnraum brauchen wir für jeden Geldbeutel“, forderte der Rathauschef und plädierte auch für „neue Wohnformen“ für die älteren Leute. Ferner gelte es, die Zentren in der Kernstadt, in Odenheim, Eichelberg und Tiefenbach beispielsweise mit Einkaufsmöglichkeiten, sozialen Treffpunkten und Gaststätten „mit Leben zu füllen“. Auf der Agenda stehen unter anderem der Breitbandausbau und die nächsten Kapitel der „Erfolgsgeschichte“ Wirtschaftsförderung, wie Geider sagte. Beispielsweise wird im Rathaus die Erweiterung des Industrieparks in Richtung Bundesstraße in Erwägung gezogen.