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In Oberhausen-Rheinhausen soll ein neuer Kindergarten in Containern entstehen. | Foto: Uwe Anspach/dpa

Zwei Gruppen ab Dezember

Gemeinderat von Oberhausen-Rheinhausen befürwortet Bau von Container-Kindergarten

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Weil schon 16 Kindergartenplätze in Oberhausen-Rheinhausen fehlen, kommt es zu einer „Interimslösung“: Bis spätestens Dezember 2020 und dann für die Dauer von etwa zwei Jahren soll auf dem Eckgrundstück der Marienstraße/Am Schwarzen Weg ein zwei-gruppiger Kindergarten in Container-Bauweise entstehen.

Von unserem Mitarbeiter Werner Schmidhuber

Verhandlungen mit dem derzeitigen Grundstückseigentümer, der Volksbank, das Areal für diesen Zweck zu Verfügung zu stellen, laufen. Eine Zwischenlösung in der Form, die bestehenden Container-Klassenzimmer bei der Gemeinschaftsschule zu nutzen, sei aus vielerlei Gründen nicht realisierbar, betonte Bürgermeister Martin Büchner auf Anfrage.

Einmütig entschied sich der Gemeinderat für die „mobilen Mietgebäude“, so der Begriff in der Verwaltungsvorlage. Sollte eine kurzfristige Baugenehmigung nicht möglich sein, kommt als Alternative das gemeindeeigene Grundstück zwischen Schule und Kapellenstraße in Frage.

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Mittelfristig braucht es drei bis vier Gruppenräume

Ein gänzlich neuer Kindergarten, der ohne Weiteres erweiterbar wäre, entsteht zur Ablösung der Zwischenlösung in konventioneller Bauweise hinter der im Endausbau befindlichen Seniorenwohnanlage in der Adlerstraße 60, in Richtung zum Erlichsee. Mit dem Grundstückeigentümer und möglichen Bauherrn sind derzeit Gespräche im Gange.

Mittelfristig werden sodann mindestens drei Gruppenräume, eher vier, benötigt. Nach aktuellem Stand kann der von den Eltern angemeldete Bedarf an Betreuungsplätzen zum Kindergartenjahr 2020/21 nicht gedeckt werden.

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Modulbauweise mit Mietmodell

Vertragsverhandlungen mit der Firma Pro Liberis hatte der Gemeinderat bereits 2019 seine Zustimmung erteilt. Dabei geht es um die Übernahme der Trägerschaft und auch um die Grundschulkinderbetreuung in Rheinhausen. Die Fachfirma Kleusberg aus dem Westerwald, spezialisiert auf Anforderungen in Kindertageseinrichtungen, bietet eine überzeugende Modulbauweise an.

Der Mietpreis bei einer Mietdauer von 24 Monaten beträgt 4.588 Euro. Hinzu kommen noch weitere Kosten für Zusatzausstattungen und für die Instandsetzung des Grundstücks, das größenmäßig für den zweigruppigen Kindergarten mitsamt Außenflächen gut reiche.

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Neuer Kindergarten kann noch dieses Jahr starten

Nach Auskunft aus Kleusberg kann die Lieferung der mobilen Mietgebäude zeitnah erfolgen, so dass mit einer Inbetriebnahme des Kindergartens bis zum Ende des Jahres 2020 zu rechnen ist.

Parallel zur geplanten Interimslösung arbeite die Gemeindeverwaltung zusammen mit Pro Liberis an einer endgültigen Lösung, versicherte Martin Büchner.