Hansa-Heemann
WASSER MARSCH: Getränke-Riese Hansa-Heemann baut im Bruchsaler Industriegebiet eine weitere Sprudel-Fabrik. | Foto: str

Hansa-Heemann AG

Getränke-Riese baut Werk in Bruchsal

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Getränkehersteller Hansa-Heemann baut ein neues Sprudel-Werk in Bruchsal. Wie ein Unternehmenssprecher den BNN sagte, will man „einen hohen zweistelligen Millionenbetrag“ investieren. Der Getränke-Gigant, der vor allem Discounter und Supermarkt-Ketten beliefert, betreibt seit 2007 einen ehemaligen Coca-Cola-Abfüllbetrieb im Bruchsaler Industriegebiet. Nun wurden in der Nachbarschaft weitere Grundstücke erworben. Mit dem neuen Werk sollen die Kapazitäten am Standort Bruchsal um bis zu 50 Prozent gesteigert werden.

Das Geschäft mit dem Durst läuft in Bruchsal. „Die Nachfrage nach unseren Produkten steigt stetig, insbesondere im südwestdeutschen Raum, den wir von Bruchsal aus bedienen“, hieß es bei Hansa-Heemann zu dem Vorhaben.

Hansa-Heemann expandiert in Bruchsal

Die Inbetriebnahme des neuen Sprudel-Werks ist für das Jahr 2018 geplant. Der Standort Bruchsal des Getränke-Giganten besteht seit 2007. Damals übernahmen die Hanseaten den ehemalige Coca-Cola-Abfüllbetrieb an der Autobahn von der Badischen Erfrischungsgetränke GmbH.

Hansa-Heemann Sprudelfabrik
GEGEN DEN DURST: Der norddeutsche Branchenriese Hansa-Heemann betreibt seit 2006 einen Mineralwasser-Abfüllbetrieb im Bruchsaler Industriegebiet. | Foto: str

Die Hansa-Heemann AG gilt als ein Branchen-Riese auf dem Markt für alkoholfreie Getränke in Deutschland. Verbraucher kennen die zahlreichen Produkte unter den unterschiedlichsten Marken der großen Supermarktketten und Discounter.

Natürliches Mineralwasser aus der Schönborn-Quelle, abgefüllt am Quellort Bruchsal

Für Verbraucher erkennbar ist dies unter anderem an Hinweisen auf dem Etikett: „Natürliches Mineralwasser aus der Quintus-Quelle“ oder „Natürliches Mineralwasser aus der Schönborn-Quelle, abgefüllt am Quellort Bruchsal“ heißt es dort. Das Wasser für die Getränke schöpft die Firma aus mehreren Brunnen in unmittelbarer Nähe.

Bruchsal Mineralwasser
ABGEFÜLLT AM QUELLORT BRUCHSAL: im Kleingedruckten findet sich der Hinweis auf die Herkunft des Bruchsaler Mineralwassers. | Foto: str

Hundert Millionen Flaschen Jahresabsatz?

Unternehmensangaben zufolge nimmt man mit dem „Absatz von Mineralwässern, Schorlen, Limonaden, Sport- und Energydrinks sowie Fruchtsaftgetränken eine führende Stellung im Markt ein. Genaue Geschäftszahlen nennt die Firma nicht. Laut früheren Angaben werden in Bruchsal bislang jährlich ein paar hundert Millionen Flaschen abgefüllt und etwa 30.000 Lastwagen-Ladungen auf die Reise geschickt.

An den vier Produktionsstandorten sowie in der Zentrale in Rellingen bei Hamburg sind Unternehmensangaben zufolge 700 Mitarbeiter beschäftigt. Produktionsstandorte sind neben Bruchsal Lehnin (Brandenburg), Löhne (Nordrhein-Westfalen) und Trappenkamp (Schleswig-Holstein).

Getränke-Riese sucht Mitarbeiter

Derzeit beschäftigt Hansa-Heemann am Standort Bruchsal nach eigenen Angaben rund 150 Mitarbeiter. Durch die Produktion sollen rund 50 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Gerade auch die qualifizierten Mitarbeiter seien ein wichtiger Standortfaktor, der für Bruchsal spreche,  sagte Hansa-Heemann-Vorstandsvorsitzender German Reichert den Badischen Neuesten Nachrichten. Die Mitarbeitersuche habe bereits begonnen, unter anderem in den Bereichen Qualitätssicherung, Instandhaltung und Prozesstechnik.

Spengler-Areal gekauft

Nach BNN-Informationen hat Hansa-Heemann unter anderem benachbarte Flächen des Kaffeeautomaten-Herstellers Spengler gekauft. Spengler hatte Mitte 2016seine Bruchsaler Produktion abgewickelt. Rund 50 Mitarbeiter waren betroffen. Zuvor war das Unternehmen vom schwedischen Unternehmen Crem-International gekauft worden.

Spengler
ERST KAFFEE, DANN WASSER? Nach BNN-Informationen hat Hansa-Heemann Flächen des Kaffeautomatenherstellers Spengler in Bruchsal erworben. | Foto: str

Im Bruchsaler Rathaus begrüßt man die Expansionspläne und hofft auf, nun ja, sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen. Oberbürgermeistern Cornelia Petzold-Schick sagte: „Ich freue mich sehr, dass Hansa-Heemann mit diesem Schritt ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Bruchsal ablegt.“ Das Vorhaben sei bereits positiv in einer nicht öffentlichen Gemeinderatssitzung behandelt worden. Durch die Stärkung des Standorts werden Bruchsal zur wichtigsten Produktionsstätte des bedeutenden Getränkeherstellers.