Dieses Reifenlager und eine benachbarte Halle in Östringen sind komplett in Flammen aufgegangen. | Foto: Braunecker

Explosion und Verletzte

Östringer Feuerwehr im Großeinsatz

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Großeinsatz in Östringen: Eine Autowerkstatt sowie Teile eines Reifenlagers in der Ludwig-Erhard-Straße sind ein Raub der Flammen geworden. Die Feuerwehr bekam die Lage schnell in den Griff. Große, schwarze Rauchwolken waren kilometerweit sichtbar. Rund 100 Feuerwehrleute waren über Stunden beschäftigt. Bis in den späten Abend sollte der Einsatz noch andauern.

 

 

Stichflamme an einer Kraftstoffpumpe

Nach ersten Erkenntnissen kam es bei Arbeiten in der KfZ-Werkstatt zu einer Stichflamme an einer Kraftstoffpumpe. Die in der Halle tätigen Arbeiter unternahmen sofort erste Löschversuche mit Feuerlöschern, die jedoch fehlschlugen, so heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr. Insgesamt mussten sieben Menschen rettungsdienstlich versorgt werden. Vier Arbeiter wurden mit leichten Rauchgasvergiftungen behandelt, zwei Feuerwehrmänner mit Hitzeerschöpfungen und ein Feuerwehrmann mit einer Schnittverletzung an der Hand. Die Feuerwehren verhinderten, dass die Flammen auf das Nachbargebäude übersprangen. Dort standen diverse landwirtschaftliche Fahrzeuge. Aus Bad Schönborn und auch aus Wiesloch wurden die Drehleitern angefordert.  „Man leitete eine massive Brandbekämpfung und eine Riegelstellung über mehrere C-Rohre im Außenangriff und über ein Wenderohr der Drehleiter der Feuerwehr Bad Schönborn ein“, so heißt es im Einsatzbericht weitere. Erschwerend hinzu kam, dass mehrere in der Werkstatt befindliche Gasflaschen gleich zu Beginn des Einsatzes explodierten.

Das Feuer war in der Werkstatt ausgebrochen, bevor es auf das benachbarte Reifenlager übergegriffen hat. | Foto: Braunecker

Alles abgesperrt

Das Gebiet rund um die Ludwig-Erhard-Straße war über Stunden weiträumig abgesperrt. Es bestehe nach derzeitigen Erkenntnissen wegen des Rauchs aber keine Gefahr für die Anwohner, so teilt ein Feuerwehrmann auf BNN-Anfrage mit. Zunächst gab es in der Nachbarschaft Durchsagen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr schätzt die Summe des Schadens auf mindestens mehrere Hunderttausend Euro.

Hilfe aus den Nachbargemeinden

Der Rettungsdienst war zur Versorgung der Verletzten und zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken, mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt im Einsatz. Auch die DRK-Bereitschaften aus Östringen, Odenheim und Waghäusel waren mit insgesamt 25 Kräften unter der Leitung des Kreisbereitschaftsleiters Alexander Schmidt vor Ort. Die Feuerwehr war mit den Wehren aus Östringen, Bad Schönborn und Ubstadt-Weiher vor Ort. Des Weiteren war der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Bruchsal und zur Überlandhilfe die Feuerwehr Angelbachtal und Wiesloch mit einem Löschzug vor Ort. Insgesamt waren 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr unter der Leitung des Östringer Kommandanten Uwe Fellhauer beschäftigt. Die Polizei war mit zehn Beamten da.