Trump-Mercedes Trump-Auto
OBJEKT DER BEGIERDE: Im Showroom von Baz Dreamcars in Oberhausen-Rheinhausen sorgt das Trump-Auto für großes Interesse. | Foto: Schmidhuber

Medien-Rummel in Oberhausen

Nach BNN-Bericht: Großes Interesse an Trump-Auto

Anzeige

Von Werner Schmidhuber

Dass es jemals einen solchen Medien-Rummel in Oberhausen-Rheinhausen gegeben hat, daran kann sich in der 9.500-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Karlsruhe niemand erinnern. Seit die Badischen Neuesten Nachrichten am 24. Januar als erstes Medium über das Trump-Auto berichteten geben sich beim Oldtimer-Händler „Baz Dreamcars“ die Reporter und Kamerateams die Klinke in die Hand. Der ganze Wirbel um einen 30 Jahre alten Mercedes.

Unentwegt klingelt das Telefon bei den Inhabern Firat und Baris Baz. Und nicht nur dort, sondern auch bei der Baz-Spedition in Waghäusel, wo die Geschäftsführerin Ebru Baz immer wieder Anfragen auf den Papa und den Bruder Baris umleiten muss.

Trump-Auto: Hauch der Geschichte auf Ledersitzen

Das Interesse gilt dem Mercedes-Benz 560 SL, den der heutige US-Präsident Donald Trump 1987 gekauft und sodann mit seiner Gattin Ivana in New York gefahren hatte. Mancher Besucher im etwas kleineren Oberhausen will den Hauch der Geschichte fühlen, streichelt übers Dach oder fasst nach den Ledersitzen, in die einmal der Mogul und Milliardär seine angeblich 107 Kilogramm Körpergewicht gezwängt hat. Einige Beobachter sprechen von einer „Mordswerbung für Oberhausen“, wo das Gefährt steht, und für Waghäusel, wo die stolzen Besitzer wohnen.

BNN-Bericht lockt viele Journalisten an

Der BNN-Bericht hat jedenfalls eingeschlagen wie eine Bombe. Jeder eintreffende Journalist will jede, aber auch jede Einzelheit des Kaufs wissen. Wann? Warum? Wieso? Gibt es nicht doch noch ein bislang unveröffentlichtes Geheimnis? Nach Oberhausen angereist sind bisher Journalisten von der Deutschen Presseagentur (dpa), von „ARD Brisant“, der „Landesschau“ des Südwestrundfunks, von Baden TV, vom SWR-Hörfunk, von der Neuen Welle, Radio Regenbogen. Der Münchner Merkur, die Südwestpresse, die Rhein-Neckar-Zeitung, das Nachrichtenmagazin Focus und die Automobilwoche entsandten ebenfalls Mitarbeiter zur Berichterstattung nach Oberhausen.

trump auto karte
TRUMP-AUTO: Die Garantie-Karte von 1987 belegt den berühmten Vorbesitzer. | Foto: ber

Kauf-Interessenten „nicht politisch“

Doch nicht nur Medienvertreter werden vorstellig, auch potenzielle Käufer preschen vor. Unter anderem ein ganz hartnäckiger Holländer sei hinter dem Trump-Auto her. Es sei aber nicht der bekannte Rechtspopulist Geert Wilders, so lassen die Bazens mit einem Augenzwinkern wissen. Politisch geäußert habe sich überhaupt noch kein Trump-Auto-Interessent.

Hier noch ein Video dazu vom SWR:

 

Bleibt es bei der Versteigerung?

Ob es bei der zunächst angedachten Versteigerung bleibt, oder ob der Wagen gegen ein hohes Direktgebot weggeht – das wollen die beiden Geschäftsleute derzeit noch offenlassen. „Natürlich hat der Medientrubel einen riesigen Werbeeffekt“, räumen die beiden derzeit wohl bekanntesten Gebrauchtwagenhändler des Landes ein.

Wer derzeit bei dem nordbadischen Oldtimer-Spezialisten vorbeischaut, schaut sich zumeist auch die anderen Ausstellungsstücke an. Oder fragt an, ob es noch andere Promi-Autos gibt. Seit zwei Jahren ist der 8-Zylinder im Besitz von „Baz Dreamcars“. Bewundert werden sein guter Zustand und die geringe Laufleistung von 11 000 Meilen (knapp 18 000 Kilometer).

Letzte eingetragene Halterin ist Trumps Ex-Frau Ivana. Den SL behielt sie nach der Scheidung und verkaufte ihn erst 2014. Jetzt der Wagen die derzeit wohl größte Attraktion der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen.


So berichtete BNN.de am 24. Januar exklusiv (mit Bildern und Video):