Gemälde auf der Titelseite: Erneut wird ein Gemälde das verstorbenen Michelbacher Kunstmalers Meinrad Bittmann nach dem 2010 erschienen 5. „Fremersberger“ zum zweiten Mal die Titelseite eines Sinzheimer Heimatbuches zieren. | Foto: Alois Huck

Autor Alois Huck

Heimatbuch gibt Einblicke ins Haus St. Vinzenz

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Autor Alois Huck hat ein Buch über St. Vinzenz geschrieben. Dazu geführt hat die große Resonanz auf seine bereits sechs Mal angebotenen Vorträge. Der gemeinnützige Förderverein wirbt um eine Spende, damit dieses heimatgeschichtliche Dokumentation erscheinen kann.

„Ja, ich habe schon bei sechs Büchern vor allem beim Layout meinen Beitrag geleistet. Und nun hat mich das große Interesse am Vinzenz bewogen, dieses Buch zusammen mit dem Fördervein anzugehen“, schildert der Sinzheimer Alois Huck seine Beweggründe für dies Dokumentation dieses Stückes Heimatgeschichte von Sinzheim.

Bildband wurde versprochen

Ursprünglich war das Versprechen, das Alois Huck 2015 gegenüber der Oberin des scheidenden Ordens inmitten der Gemeinde gab, die Geschichte der Glaubensgemeinschaft mit einem Bildband zu dokumentieren. „Und da kamen natürlich die Fragen nach der Entstehung des Hauses und seiner Geschichte auf, die ich zusammen mit Patrick Götz vom Stadtgeschichtlichen Institut Bühl recherchiert habe“, beschreibt Alois Huck die Entstehungsgeschichte.

Ursprünglich Grüner Baum

Das Projekt wird zusammen mit dem Förderverein Sinzheim verwirklicht. Außer der Pfarrkirche gibt es nach Ansicht von Huck wohl kein weiteres Anwesen in der Stabgemeinde mit einer solch bewegten Geschichte. Das mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude in der Hauptstraße wurde 1817 von Franz Link als „Grüner Baum“ erbaut. Bereits diese Entstehungsgeschichte sei sehr interessant, gleichwohl aus die Verkaufsbemühungen rund 70 Jahre später von der Witwe des Enkels Gutav Link.

Pfarrer spielt tragende Rolle

Schließlich hat der Orden der Barmherzigen Schwestern vom Vinzens von Paul erworben. Dabei spielte der damalige Pfarrer Joseph Huber, der später den Neubau der Kirche durchsetze, eine tragende Rolle. „Im Vinzenz“, wie das markante Gebäude von den Sinzheimern genannt wird, sollte der Orden eine Krankenstation nebst einem Kindergarten einrichten.

Zudem wurden auch Waisen sowie Kinder aus schwierigen familiären verhältnissen aufgenommen sowie ältere Menschen von den Schwestern umsorgt. Neben Alois Huck ist mit dem Fertigstellen des Buches bis Spätjahr das gesamte Chronikteam des Fördervereins Sinzheim eingespannt. Dabei gibt es verschiedene Lektoren. Und mit dem Historiker Wilfried Lienhard wurde ein Experte gewonnen, der zahlreiche handgeschriebene Korrespondenzen aus dem 19. Jahrhundert unter die Lupe nahm.

Dabei gab es die eine oder andere Entdeckung, die vor allem in den Anfangskapiteln für den einen oder anderen Aha-Effekt sorgen. Das Buch umfasst bis zu 350 Fotos, die von rund 20 Kapiteln auf insgesamt 250 Seiten umfasst werden.

Orden erfüllt viele Aufgaben

Das Buch startet mit „Sinzheim um 1800“ mit den Anfängen des Grünen Baum. Es folgt der Ankauf durch den Orden, die Jahre bis 1945, die Aufgaben der Schwestern mit Kindergarten, Kinderheim und den „Vinzenzkindern.“ Weiter Themen sind die Hostienbäckerei, die Nähschule, Landwirtschaft, Freunde und Gönner.

Dazu gehört eine kurze Vita der Sinzheimer Schwestern der vergangenen Jahrzehnte sowie zuletzt der Verkauf und die Verabschiedung. Kleine Geschichten der ehemaligen Mitarbeiter und weiteren Personen sowie Zeitungsartikel sowie Angaben zur neuen Nutzung des Areals als Begegnungszentrum runden das Bild ab. Den Buchtitel entwarf, wie bei nahezu allen Büchern des Fördervereins, Bruno Metzinger aus Renchen.

Der gemeinnützige Förderverein wirbt um eine Spende, damit dieses heimatgeschichtliche Dokumentation erscheinen kann. Redaktionsschluss ist der 31. Juli 2020. Service:  Infos gibt es bei Alois Huck unter (0171) 5 185 955 oder per E-Mail unter info@fsb-sinzheim. Spendenkonto IBAN DE33 6656 2300 0072 9886 12 (VR-Bank in Mittelbaden).