DIE DREI „FEUERSTREITER“ zieht es in die Berge, und zwar in voller Montur: Pascal Dieffenbach, Konstantin Braun und Manuel Schmidt (von links) überqueren im Sommer die Alpen, für einen guten Zweck. | Foto: pr

Bruchsaler dabei

In voller Feuerwehrmontur über die Alpen

Anzeige

In kompletter Feuerwehreinsatzkleidung mit schwerem Atemschutzgerät, werden Konstantin Braun aus Neibsheim, Manuel Schmidt aus Heidelsheim, sowie Pascal Dieffenbach aus Mannheim im August in elf Tagen die Alpen überqueren.

Von Alexandra Kellner

Start der Tour ist am 8. August am Feuerwehrhaus Mittenwald. „Wir rechnen mit einer Temperatur von 23 bis 28 Grad für die Tour“ erzählt Konstantin Braun. „Pro Tag werden wir im Schnitt 23 Kilometer und 1 800 Höhenmeter zurücklegen“ erklärt er weiter. „Mal an einem Tag weniger laufen ist nicht“ ergänzt Manuel Schmidt. „Wir müssen ja immer die nächste Hütte erreichen. Da gibt es nur eine Möglichkeit: Weiterlaufen! Aber wir sind heiß auf die Sache und bereiten uns sehr gut vor. Deshalb werden wir nicht abbrechen müssen, weil einer nicht mehr kann“ erklärt er selbstbewusst.

25 Kilogramm Ballast

Umfangreiches Training ist nötig. Denn während jeder Bergwanderer darauf achtet, so wenig Gepäck wie möglich mitzuschleppen, tragen die drei Männer mit ihrer Ausrüstung circa 25 Kilogramm Ballast mit sich. Nur Atemschutzmaske und Sicherheitsschuhe werden sie nicht tragen. Die Schuhe werden sicherheitshalber durch Wanderstiefel ersetzt. Die Kleidung ist außerdem alles andere als atmungsaktiv. „Vor Kurzem sind wir die Himmelsleiter in Heidelberg, ein Wanderweg zum Königsstuhl, zusammen gelaufen und waren nach wenigen Metern schon klatschnass geschwitzt“, erzählt Manuel Schmidt lachend.

Die drei Feuerstreiter sind nicht alleine unterwegs. Sie haben eine Reihe an Begleitern dabei. | Foto: pr

Spenden gehen an ein Kinderhospiz

Begleitet werden die drei von einem Bergführer, einem zweiköpfigen Kamerateam sowie acht weiteren Männern, die mit Gepäck, Verpflegung und Kameraausrüstung ebenfalls ganz schön zu schleppen haben. So erklärt sich auch der Name des Projekts „Feuerstreiter – Wegbegleiter“. Die Idee, die ursprünglich von Konstantin Braun stammt, ist, neben der sportlichen Herausforderung, auch gleichzeitig Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. Die Feuerstreiter wollen dabei auf die Arbeit des Kinderhospiz Sterntaler in Mannheim aufmerksam machen. „Wir waren alle drei total nervös, als wir das Hospiz zum ersten Mal besuchten“ erzählt Schmidt. „Aber wir wurden überrascht von der durchweg positiven Atmosphäre“ ergänzt Braun. „Die Kinder sind sehr offen und begeistert auf uns zugegangen. Anders als ein Erwachsenenhospiz, das Menschen erst in der letzten Lebensphase begleitet, versteht sich der Verein als Lebensbegleiter für lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche, sowie deren Familien. Die Begleitung erstreckt sich dabei oft über Jahre.

Feuerwehr ist Hobby und Beruf

Dass die drei Berufsfeuerwehrmänner der Stadt Mannheim mit dem Projekt auf ihren Berufsstand aufmerksam machen wollen, verwundert insofern nicht weiter, als sie alle ihren Beruf sehr gerne und mit Leidenschaft ausüben. Außerdem engagieren sie sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr: So ist der Heidelsheimer Schmidt dort Jugendgruppenleiter, der Neibsheimer Braun ist stellvertretender Abteilungskommandant. „Die Unterstützung, die wir für das Projekt erfahren, zum Beispiel durch Firmen, die für unsere Ausrüstung sorgen oder die das Catering bei Trainingsläufen übernehmen, ist gigantisch“ erzählt Braun. Außerdem ist es den Jungs wichtig, dass es eine gegenseitige Unterstützung durch und für das Wettkampfteam des Stadtfeuerwehrverbands Mannheim gibt. Zusammen mit diesem werden die Feuerstreiter demnächst einen Stand auf dem Mannheimer Maimarkt haben.
„Für uns persönlich ist das Projekt außerdem eine tolle Herausforderung, von der wir später unseren Kindern erzählen können“ meint Schmidt abschließend.

Mehr Infos zu den Feuerstreitern gibt es hier.