Jan Frodeno ist einer der Topfavoriten beim "Ironman" im Kraichgau. | Foto: Blum

Patrick Lange und Jan Frodeno

Ironman-Weltmeister im Kraichgau

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Wie hat Jan Frodeno den Verlust des Weltmeistertitels verkraftet? Der Triathlet aus Saabrücken, der 2015 und 2016 den „Ironman Hawaii“ gewonnen hat, spricht von einer „Selbstfindungsphase“, die er nach dem „Tiefpunkt 2017“ durchlaufen hat. Im vergangenen Oktober lief es für ihn auf Hawaii nicht rund. Angetreten, um den Titel zu verteidigen, musste er beim abschließenden Marathon verletzungsbedingt langsamer machen, so dass der Weg frei war für Patrick Lange (Darmstadt), der in einer Rekordzeit Weltmeister 2017 wurde.

Stark besetztes Feld

Am Sonntag kommt es nun zu einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Top-Triathleten. Frodeno und Lange starten beim „Sparkasse Ironman 70.3 Kraichgau“. Der Weltmeister von 2014, Sebastian Kienle aus Mühlacker, der im „Land der 1 000 Hügel“ schon mehrfach gewonnen hat, ist dieses Mal nicht am Start. Dennoch dürfte es für Frodeno und Lange kein einsamer Kampf um Platz eins und zwei werden. Mit Andi Böcherer (Freiburg) ist ein weiterer renommierter Dreikämpfer am Start, der nach 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad und 21 Kilometer Lauf möglichst weit vorne landen will. Der „Ironman Kraichgau“ startet am Hardtsee in Weiher, Ziel ist in Mingolsheim.

Markus Rolli kämpft

Mit anderen Profi-Triathleten will auch der Zweite des Vorjahres, Markus Rolli, den Top-Leuten das Leben schwer machen. Der aus Wiesental kommende Rolli hat am Freitag nochmals angekündigt, alles zu tun, um an das Ergebnis 2017 anzuknüpfen, „auch wenn das bei dieser Konkurrenz sehr schwer wird.“

Anwärterinnen für das Podium

Ähnlich stark besetzt wie das Feld der Männer ist das der Frauen, das Laura Philipp (Heidelberg) anführt. Sie ist aktuell auf der im Kraichgau zu bewältigenden „Mitteldistanz“ die in Europa überragende Athletin. Sie kommt mit der Empfehlung von bereits zwei Siegen in diesem Jahr in die Region. Ziel: Titelverteidigung. Ihre stärksten Konkurentinnen dürften die Niederländerin Yvonne van Vlerken, die im Kraichgau auch schon gewonnen hat, sowie Daniela Sämmler (Darmstadt) sein, die wie van Vlerken auch auf der langen „Ironman“-Distanz zu Hause ist. Die nimmt jetzt auch Laura Philipp in Angriff. Sie startet Anfang Juli bei der Europameisterschaft in Frankfurt. Eine weitere Anwärterin für das Podium ist die Belgierin Tine Deckers.
Mit den Profis zusammen machen sich am Sonntag noch rund 2 000 Altersklassenathleten auf die 126 Kilometer lange Strecke.

Service

„Sparkasse Ironman 70.3 Kraichgau“: Start am Sonntag 9 Uhr am Hardtsee in Weiher. Zieleinlauf Männer in Mingolsheim vor 13 Uhr, Frauen kurz nach 13 Uhr.
Live-Ergebnisse: ironman.com