Zum Frontalcrash kam es in Phillippsburg in der Nacht zum 20. Januar. Vorausgegangen war eine heftige Verfolgungsjagd. | Foto: 7aktuell

Philippsburger Verfolgungsjagd

Jetzt hat auch Bruchsal seinen Raserprozess

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Dieser Prozess in Bruchsal könnte interessant werden und zwar auch vor dem Hintergrund, dass gerade in Berlin der große Raserprozess wieder neu aufgerollt wird. Dort ging es bislang um die Frage, ob ein tödliches Autorennen als Mord verurteilt werden kann. Wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung muss sich jetzt vor dem Bruchsaler Amtsgericht ein 37-jähriger Angeklagter verantworten.

Dramatische Szenen in der Nacht

Am Montag, 20. August, um 9 Uhr beginnt die Hauptverhandlung. „Vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis, unerlaubter Besitz und Führen von Schusswaffen, unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln sowie weiterer Tatvorwürfe“ stehen ab Montag dann zur Debatte. Was war passiert? So manche Philippsburger und Wiesentaler werden sich noch an die Nacht und den Morgen des 20. Januar erinnern. Dramatische Szenen gab es in dieser Nacht: Der damals noch 36-jährige Fahrer lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei und verursachte dabei einen folgenschweren Frontalcrash.

21-Jähriger wurde schwer verletzt

Polizisten konnten den Verursacher überwältigen und festnehmen. Ein 21-Jähriger wurde schwer verletzt. Schnell stand der Verdacht im Raum, dass der Beschuldigte den Tod anderer Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf genommen habe. Der Angeklagte befindet sich seit der Nacht in Untersuchungshaft. Er war mit seinem Auto mit Schweizer Kennzeichen auffallend schnell in Wiesental unterwegs gewesen und dabei einer Streife aufgefallen. Die nahm die Verfolgung auf. Es ging in Richtung Philippsburg. Am Marktplatz bog der Mann  von der falschen Seite in eine Einbahnstraße, wo ihm ein anderer Wagen entgegenkam. Es kam wie es kommen musste – die beiden Autos krachten frontal ineinander.

Raser leistete vehement Widerstand

Bei der Festnahme leistete der Raser vehement Widerstand, während das Unfallopfer, der 21-Jährige, aufwändig aus dem Wrack befreit und mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik gebracht werden musste. Im Kofferraum des Rasers fand die Polizei eine scharfe, geladene Schusswaffe und geringe Mengen Rauschgift.