Andreas Hofmann, Speerwerfer aus Waghäusel-Kirrlach, hat das Diamond-League-Meeting im chinesischen Shanghai gewonnen.
Andreas Hofmann, Speerwerfer aus Waghäusel-Kirrlach, hat das Diamond-League-Meeting im chinesischen Shanghai gewonnen. | Foto: Wang Lili/XinHua/dpa

Shanghai

Kirrlacher Speerwerfer Andreas Hofmann gewinnt Diamond-League-Meeting

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Aus der Audio-Botschaft, die Andreas Hofmann aus Shanghai per WhatsApp an die BNN schickte, sprachen große Freude und auch durchaus Erleichterung. „Das war ein guter und solider Einstieg in die Saison. Mit dem Resultat und der Weite bin ich zufrieden. Der erste kleine Druck ist damit weg“, sagte der Speerwerfer aus Waghäusel-Kirrlach, der am Samstag mit einem Sieg beim Diamond-League-Meeting in der chinesischen Metropole in das WM-Jahr 2019 gestartet war.

Hofmann ließ den Speer gleich mit dem ersten Versuch auf starke 87,55 Meter fliegen, die WM-Norm von 83 Metern hat der Vize-Europameister damit auf Anhieb abgehakt. „Ich war froh, gleich den ersten Wurf erwischt zu haben, denn danach hat es der Wind schon schwierig gemacht“, sagte der Diamond-League-Gewinner des Vorjahres im Rückblick auf einen Wettkampf, der danach kaum noch weite Würfe erleben sollte.

 

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Andreas Hofmann siegt vor Taiwan und Polen

Hofmann siegte somit vor dem Taiwaner Cheng Chao-Sun (87,12) und dem Polen Marcin Krukowski (84,51). Europameister Thomas Röhler aus Jena, dessen Wurftechnik windanfällig ist, musste sich mit Platz vier und 82,95 Meter begnügen. „Es war ein solider Beginn. Alles gut, ich bin entspannt“, kommentierte der 27-Jährige dennoch seinen suboptimalen Auftakt: „Ab der zweiten Runde konnte man nicht mehr weit werfen, weil der Wind extrem ungünstig war.“

Bereits am Dienstag hat Röhler in Nanjing (ebenfalls China) die Chance zur Revanche. Weltmeister Johannes Vetter, der ebenfalls in Shanghai in die Saison starten wollte, hatte seine Teilnahme wegen einer Entzündung im Fuß abgesagt, um im Hinblick auf die ungewohnt späte WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) kein Risiko einzugehen.

Kräftemessen in Offenburg

Sein deutscher Rekord (94,44) geriet in China ebenso wenig in Gefahr wie Röhlers persönliche Bestmarke (93,90). Hofmann hatte sich im Vorjahr beim Meeting in Offenburg auf 92,06 gesteigert. Am kommenden Sonntag erfährt das Kräftemessen in Offenburg seine neue Auflage. „Darauf freue ich mich“, sagte Hofmann.

Speer-Europameisterin Christin Hussong wurde Dritte. Sie musste sich mit 64,10 Metern der chinesischen WM-Dritten Lyu Huihui (66,89) sowie der Lettin Lina Muze (64,87) geschlagen geben. Im Hochsprung kam Europameister Mateusz Przybylko nicht über 2,22 Meter hinaus, Platz neun.

Hochklassig waren die 47,27 Sekunden des Katarers Abderrahman Samba über 400 Meter Hürden. Über 100 Meter setzte sich Noah Lyles in Jahresweltbestleistung von 9,86 Sekunden vor seinem zeitgleichen US-Landsmann Christian Coleman durch.

mit Material des SID