Die Bundespolizei war am Bruchsaler Bahnhof im Einsatz. | Foto: Rake Hora

Bruchsal

Mehrere Zwischenfälle bei Anreise zum Faschingsumzug

Anzeige

Im Rahmen des Faschingsumzugs führte die Bundespolizei Karlsruhe gestern die An- und Abreiseüberwachung am Bahnhof in Bruchsal durch. Bei strahlendem Sonnenschein begaben sich zwischen 3000 und 3500 Faschingsfreunde mit Zügen nach Bruchsal. Vereinzelt kam es hierbei zu Straftaten, unter anderem einer Sachbeschädigung, einem räuberischen Diebstahl und einer Körperverletzung.

Ein wesentliches Problem im Zusammenhang mit der Faschingsveranstaltung war der erhebliche Alkoholkonsum von zum Teil jugendlichen Personen. Mit steigendem Alkoholkonsum sank das Gefahrenbewusstsein der Reisenden, teilt die Polizei mit. Es wurden zahlreiche Gleisüberschreitungen festgestellt und geahndet. Weiterhin wurden immer wieder Personen angesprochen, welche sich zum Warten an die Bahnsteigkante setzten.

Viele Personen am Gleis zeigten sich uneinsichtig

Durch die stark ausgelasteten Bahnsteige, vor allem bei der Abreise, kam es zeitweise zu gefährlichen Situationen in Zusammenhang mit durchfahrenden Zügen. In Gesprächen zeigten sich Personen oft uneinsichtig für Gefahren, die im Zusammenhang mit dem Überqueren der Gleise entstehen.

An dieser Stelle gibt die Bundespolizei folgende Hinweise: Es gilt an nicht gekennzeichneten Stellen ein absolutes Verbot, die Gleise zu betreten oder sie zu überqueren. Das Nichtbeachten stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und zieht eine Geldbuße nach sich.

Polizei warnt vor Leichtsinnigkeit

Personen, die Gleise betreten, begeben sich in erhöhte Lebensgefahr. Heranrauschende Züge können oft erst sehr spät wahrgenommen werden, da sie sich nahezu lautlos nähern. Durch die Sogwirkung durchfahrender Züge können Gegenstände oder sogar Personen mitgezogen werden, wenn sie sich zu nah an der Bahnsteigkante aufhalten.

Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h haben Züge einen Bremsweg von über einem Kilometer und können nicht ausweichen. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten und des enormen Gewichts der Fahrzeuge enden Unfälle auf Gleisen meist tödlich.

ots