Der Vater des KSC-Spielers Marvin Wanitzek erkannte dessen Talent bereits in der F-Jugend.
Der Vater des KSC-Spielers Marvin Wanitzek erkannte dessen Talent bereits in der F-Jugend.

Talent in F-Jugend erkannt

KSC spielt gegen Abstieg: Heinz Wanitzek fiebert in Ubstadt-Weiher mit Sohn Marvin mit

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Tausende Fans fiebern mit ihrem KSC am Sonntag dem möglichen direkten Verbleib in der Zweiten Liga entgegen. In einem Haus in Ubstadt-Weiher werden die Daumen besonders fest gedrückt sein – in dem der Familie Wanitzek.

Im Wohnzimmer des Hauses in Ubstadt-Weiher wird voraussichtlich ein halbes Dutzend Fußballfans gebannt vor dem Fernseher sitzen. Und alle werden sie fest die Daumen drücken, damit der KSC am Sonntag, 28. Juni, ab 15.30 Uhr die wichtige Begegnung bei der Spielvereinigung Greuther Fürth gewinnt und auch in der nächsten Saison in der Zweiten Liga spielt.

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KSC-Spieler Marvin Wanitzek könnte entscheidender Akteur sein

Einer der entscheidenden Akteure im Stadion der Franken könnte KSC-Profi Marvin Wanitzek sein. Dessen Vater und Mutter, aber auch die Verwandten und die Freunde werden sich die Partie gemeinsam im Elternhaus des Mittelfeldspielers anschauen. Marvin Wanitzek selbst wohnt direkt nebenan mit seiner Frau.

Freude pur: Marvin Wanitzek jubelt nach seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung des KSC gegen Braunschweig.
Könnte gegen Greuther Fürth eine entscheidende Rolle spielen: KSC-Profi Marvin Wanitzek. | Foto: GES

„Bei mir, meiner Frau, aber auch bei Marvins Onkel, steigt vor diesen Spielen natürlich die Anspannung“, berichtet Vater Heinz Wanitzek. Er hat früher beim SV 62 Bruchsal und beim FV Viktoria Ubstadt als Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld gespielt und war Jugendtrainer des talentierten Sohns.

Marvin hat kaum laufen können, hat aber mit allem, was rund war, wie mit einem Ball geschossen.

Heinz Wanitzek, Vater von Marvin Wanitzek

„Marvin hat kaum laufen können, hat aber mit allem, was rund war, wie mit einem Ball geschossen“, erinnert sich Heinz Wanitzek und ergänzt schmunzelnd: „Dabei ging einiges zu Bruch.“ Schon als kleiner Junge war Marvin Wanitzek beseelt vom Gedanken, später das Trikot der Karlsruher überzustreifen.

Ich brauche in der Schule nichts lernen. Ich spiele später ohnehin beim KSC.

Aussage von Marvin Wanitzek laut seinem Vater 

„Ich brauche in der Schule nichts lernen. Ich spiele später ohnehin beim KSC“, hat er nach Angaben seines Vaters in jungen Jahren gesagt.

Gelernt hat der fußballbegeisterte Junge dann aber doch: Marvin Wanitzek hat die Mittlere Reife gemacht und obendrein eine Druckerlehre absolviert.

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Bis das Wildparkstadion sein Arbeitsplatz wurde, vergingen einige Jahre. Im D-Jugend-Alter schloss Marvin Wanitzek sich der TSG Hoffenheim an, FC Astoria Walldorf und VfB Stuttgart waren weitere Station auf dem Weg nach Karlsruhe.

Im Sommer 2017 war der junge Kicker endlich am Ziel. „Es war immer ein Traum von mir, beim KSC Profi zu werden“, erklärt der Mittelfeldstratege: „Mein Opa und meine Eltern hatten mich schon als kleines Kind immer ins Wildparkstadion mitgenommen. Mit zwölf Jahren hatte ich meine erste Dauerkarte und stand im Fanblock.“

Vater erkannte das Talent des Sohnes früh

Das Talent des kleinen Marvin hat der Vater früh erkannt. „Schon in der F-Jugend beim FV Ubstadt konnte er am besten mit dem Ball umgehen und zeigte ein gutes Spielverständnis“, berichtet Heinz Wanitzek mit deutlichem Stolz.

Schon immer KSC-Fan: der junge Marvin Wanitzek.
Schon immer KSC-Fan: der junge Marvin Wanitzek. | Foto: pr

Dass sein Sohn später einmal von seinem Hobby würde leben können, war dagegen erst während dessen Zeit in Walldorf abzusehen, wie sich Vater Wanitzek erinnert. „Um Fußballprofi zu werden, braucht man nicht nur Talent und Ehrgeiz“, erklärt Vater Wanitzek: „Ein ganz wichtiger Faktor ist das Glück, zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein. Marvin hat vor allem bei Trainer Bernhard Kreth in Hoffenheim sehr viel gelernt.“

Diese Fähigkeiten gilt es nun gegen die SpVgg Greuther Fürth an diesem Sonntag zu zeigen. Mit einem KSC-Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage oder eines Unentschiedens des 1. FC Nürnberg bei Holstein Kiel würden die Karlsruher den Klassenverbleib sichern – und auch in Marvin Wanitzeks Elternhaus in Ubstadt würde das für Jubel und Erleichterung sorgen.