Mit ihrer Superstimme schaffte es Laura Ritter aus Linkenheim bei "The Voice of Germany" ins Viertelfinale. Vorher aber schaltete sie unter anderem Fabian aus. Sendung 11 . | Foto: Pro7

Kandidatin bei „The Voice“

Laura Ritter aus Linkenheim spricht über ihr Jahr 2016

Kleine Frau mit großer Stimme: Laura Ritter aus Linkenheim hat 2016 an der sechsten Staffel der Castingshow „The Voice of Germany“ teilgenommen. Sie sang sich in das Team von Samu Haber, dem Frontsänger der finnischen Rockband Sunrise Avenue, und musste erst vor dem Halbfinale die Segel streichen. Im Gespräch  hat sie das Jahr Revue passieren lassen und verraten, welche musikalischen Pläne sie für 2017 hat.

Zehn Monate hast du dich von Runde zu Runde gekämpft. Was hat dich die Zeit bei „The Voice“ gelehrt?

Laura: Ich bin selbstbewusster geworden und habe gelernt, auf der Bühne zu stehen. Außerdem hatte ich zum ersten Mal überhaupt professionellen Gesangsunterricht und habe dementsprechend viel dazu gelernt. Prominente wie Samu kennenzulernen und zu spüren, dass das auch normale Menschen sind, war cool. Und ich glaube, ein bisschen selbstständiger bin ich auch geworden.

Wie hat sich denn dein Leben verändert?

Laura: Eigentlich hat es sich das gar nicht. Ich glaube, ich bin trotzdem noch die Alte geblieben. Was neu ist, sind die Erinnerungen an dieses Jahr – ein Jahr, das ich so nie wieder erleben werde und an das ich mich auch in 40 Jahren noch erinnern werde.

Wirst du auf der Straße erkannt?

Laura: Das hält sich in Grenzen. Es gab zwei oder drei Begegnungen. Aber auf Facebook – da war einiges los. Vor allem nach den Ausstrahlungen ist mein Handy fast explodiert. Aber es war schön, von so vielen fremden Menschen Feedback zu bekommen. Das hat man ja sonst nicht.

Hast du zu Samu Haber, deinem Coach, noch Kontakt?

Laura: Mittlerweile nicht mehr sehr viel. Nach dem Finale vor zwei Wochen war ich auf der Aftershowparty in Berlin. Da hat man ihn leider gar nicht gesehen. Das war ein bisschen enttäuschend. Aber vielleicht schreibe ich ihm demnächst mal, wie es bei ihm aussieht.

Nach dem Viertelfinale war alles vorbei. Wie bist du mit deinem Aus umgegangen?

Laura: Das Viertelfinale war die schlimmste Runde. Das konnte ich nicht genießen. Es gab drei „Hot Seats“. Als ich mich nach meinem Auftritt auf einen setzen durfte, konnte ich mich nicht freuen, sondern habe mich gefragt, wie lange ich dort bleiben darf. Als ich ihn dann verlassen musste, hatte ich gemischte Gefühle. Ich habe mich gefreut, dass ich diese Anspannung ablegen konnte. Denn egal, ob ich Zuhause war oder in Berlin kurz vor einer Entscheidung stand – ich war ständig nervös. Und ich habe mich gefreut, dass ich überhaupt so weit gekommen bin. Aber natürlich war ich auch enttäuscht. Ich habe zwei oder drei Tränen vergossen, aber dann war das auch ok – dank meiner Familie, die mich abgelenkt und aufgemuntert hat.

Welcher war dein persönlicher Höhepunkt in dieser ganzen Zeit?

Laura: Der Höhepunkt dieses Jahres war für mich die erste Runde, die Blind Audition, der Moment, in dem Samu und Yvonne auf den Buzzer gehauen und mich in die nächste Runde geschickt haben. Denn das war mein Ziel. Alles was danach kam, ist auch ein bisschen Glückssache. Ich freue mich riesig, dass ich es dann so weit geschafft habe. Aber vor der Blind Audition habe ich so daran gezweifelt, weiterkommen zu können – das war mein Moment.

Es war ein turbulentes Jahr – wie und wo lässt du 2016 ausklingen?

Ritter: Ich fahre mit meinem Freund und meiner Familie zum Skifahren nach Österreich. Dort feiern wir Silvester dann im kleinen Kreis – und ich freue mich darauf, mal wieder runter zu kommen.

Was ist für 2017 geplant?

Laura: Zum einen bin ich gerade dabei, eine Band zu gründen. Mit der möchte ich nächstes Jahr viele, viele Auftritte erleben – vielleicht auch mal etwas Größeres. Zum anderen habe ich mir vorgenommen, eigene Songs zu schreiben. Das habe ich mich bisher noch nicht getraut. Ich will musikalisch einfach alles mitnehmen, was geht.