Smartphone
Kostenlos Surfen - das ist jetzt in der Bruchsaler Kernstadt an vielen Orten möglich. Die Stadt hat die WLAN-Zone erweitert. | Foto: Hauke-Christian Dittrich

Bruchsal erweitert WLAN-Zone

Mehr Platz für freies Surfen

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Bisher musste man mit seinem Smartphone schon mal den Standort wechseln, aus dem Schatten einer Hausecke hervortreten, um das öffentliche WLAN am Bruchsaler Marktplatz auch wirklich nutzen zu können. Das hat sich jetzt geändert. Seit diesen Tagen sind große Teile der Fußgängerzone, einige Nebenstraßen, der Bürgerpark und der Kübelmarkt sowie ein Areal rund um das Feuerwehrhaus in der Friedrichstraße mit freiem WLAN ausgestattet.

Kostenlos unter freiem Himmel

Weitere Gebiete sollen folgen, etwa rund um den Bruchsaler Bahnhof, das Gebiet Amalienstraße, der Rendezvous-Platz, am Justus-Knecht-Gymnasium, am Campus sowie in allen Jugendhäusern. Bereits angeschlossen an das sogenannte Baden-WLAN ist auch das Gelände des Schönborn-Gymnasiums. „Wir bauen ein Stückchen Zukunft“, erklärte Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick bei einer Pressekonferenz. Das Thema Digitalisierung habe in den vergangenen zwei Jahren rasant an Fahrt aufgenommen. Freies WLAN für alle in der Innenstadt gehöre da einfach dazu. Junge Leute, aber auch Senioren, Touristen oder Tagesgäste – sie alle will man mit dem Angebot erreichen. Unter freiem Himmel ist das Surfen dann kostenlos, und man muss sein eigenes Datenvolumen nicht aufbrauchen, so der Vorteil.

Baden-WLAN funktioniert in vielen Städten

Ein weiterer Vorteil, so erklärte der Verantwortliche im Bruchsaler Rathaus, Jens Deutschmann: Baden-WLAN ist mittlerweile in etlichen Kommunen zwischen Karlsruhe und Mannheim verfügbar. Das heißt: Nach einer einmaligen Registrierung kann man dort frei surfen. Bad Schönborn, Bretten, Kraichtal, Östringen, Malsch, Ubstadt-Weiher, Walzbachtal oder Germersheim „hängen“ ebenfalls an dem Verbundprojekt. Es wird vom Verein „Inka“ betrieben. Außerdem sind die Stadtbahnen des KVV an das Netz angeschlossen.
Deutschmann empfiehlt, sich einmalig zu registrieren und dann über eine verschlüsselte Verbindung zu surfen. Es ist aber auch eine unverschlüsselte Variante möglich.
Bruchsal hat 32 neue Funkspots in der Stadt eingerichtet und ermöglicht so Surfgeschwindigkeiten von bis zu 150 MBit pro Sekunde. Die Stadt koste das Projekt nur wenige tausend Euro im Jahr, erklärte die OB – „die Kosten sind sehr überschaubar.“ Vorteil sei dabei nicht nur, dass man die Digitalisierung vorantreibt und den Bürgern freies Internet gewährt, sondern auch, dass Bruchsal damit weiter im Landes-Ranking der Digitalisierung aufrückt. „Das ist als Standortfaktor entscheidend“, erklärt Petzold-Schick, auch im Hinblick auf das neue superschnelle FTTH-Netz in Obergrombach, Untergrombach und Büchenau.

Baden-WLAN ist ein gemeinsames Projekt der Städte und Gemeinden und wird vom Karlsruher Verein Inka betrieben. Baden-WLAN ermöglicht unverschlüsseltes Surfen. Baden-sWLAN verschlüsseltes. Weitere Infos und die Nutzungsbedingungen finden sich im Netz.