Der mutmaßliche Täter ist seit der Tat in einer psychiatrischen Kinik untergebracht | Foto: Hora (Symbolbild)

Verhandlung am Landgericht

Mit Schotterstein gegen den Kopf des Nachbarn

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Ein 56-jähriger Mann muss sich von Mittwoch nächster Woche an vor dem Karlsruher Landgericht wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ihm werde vorgeworfen, am Morgen des 5. April in Bruchsal seinen Nachbarn, nachdem er an dessen Wohnungstür geklopft und sich dann im Hausflur versteckt hatte, mit einem Schotterstein angegriffen zu haben. Dies teilt die Staatsanwaltschaft mit.

In Tötungsabsicht gehandelt

Als der Geschädigte versucht habe, zurück in seine Wohnung zu gelangen, habe ihn der Beschuldigte die Treppe hinunter gestoßen. In Tötungsabsicht habe er dann mit dem Stein auf den Kopf seines am Boden liegenden Opfers eingeschlagen. Erst als ein weiterer Nachbar hinzukam, habe der Beschuldigte von dem Geschädigten abgelassen. Der hat Platzwunden davongetragen.

Paranoide Wahnvorstellung

Der Beschuldigte leide laut Mitteilung unter paranoiden Wahnvorstellungen. Daher gehe man von einer Schuldunfähigkeit aus, es werde im sogenannten Sicherungsverfahren verhandelt, in dessen Rahmen eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet werden kann.
Der Beschuldigte wurde bereits nach der Tat festgenommen und befindet sich aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erwirkten Unterbringungsbefehls vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Verhandelt wird am Mittwoch, 17. und Donnerstag, 18. Oktober um jeweils 9 Uhr im Schwurgerichtssaal des Karlsruher Landgerichtes.