Symbolbild: Das Bruchsaler Bürgerzentrum bleibt bis über die Ostertage geschlossen. | Foto: Heintzen

Bruchsaler Bürgerzentrum

Nach den Osterferien soll Betrieb weitergehen

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Alles hängt an diesem Notstromaggregat: Der Defekt des Gerätes hat dafür gesorgt, dass sämtliche Veranstaltungen am Wochenende im Bruchsaler Bürgerzentrum abgesagt oder verlegt werden mussten. Doch, wie geht es jetzt weiter? „Ich bin optimistisch, dass die Veranstaltungen nach den Osterferien wieder regulär stattfinden können“, erklärt BTMV-Chefin Eva-Maria Böker auf Nachfrage der Bruchsaler Rundschau.

Am Montag wurden Techniker der Wartungsfirma und der Herstellerfirma im Bürgerzentrum erwartet. Das Gerät, immerhin über 30 Jahre alt und noch aus den Anfangszeiten des Bürgerzentrums, arbeitet nicht mehr zuverlässig, Dichtungen seien kaputt. Sicherheitsrelevante Einrichtungen wie etwa die Sprühlöschanlage sind im Falle eines Stromausfalls auf ein einwandfreies Notstromaggregat angewiesen.

Eine der strengsten Verordnungen

„Die Sicherheitsbeleuchtung hängt zwar an einem Pufferakku“, erklärt Böker. Wenn das teils fensterlose Bürgerzentrum mit seinem großen Saal mit 600 Sitzplätzen in der Dunkelheit geräumt werden müsste, muss aber alles korrekt funktionieren. „Das schreibt auch die Versammlungsstättenverordnung vor. Das ist eine der strengsten Verordnungen, die wir haben“, so Böker. Noch am Freitagmittag, nach Bekanntwerden des Defekts, hatten Böker und die Stadtverwaltung sämtliche geplanten Veranstaltungen etwa der Badischen Landesbühne abgesagt.
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„Es ist Glück im Unglück, dass das jetzt in den Osterferien passierte“, so Böker. Es seien für die Säle die nächsten 14 Tage keine Veranstaltungen angesetzt. Die Büros und die Seminarräume des Bürgerzentrums können weiter genutzt werden, sie unterliegen nicht den strengen Regeln der Versammlungsstättenverordnung. Auch die Tiefgarage sowie das Restaurant sind nicht betroffen.

Leihgerät so groß wie ein Container

Die nächsten Tagen wird sich herausstellen, ob das alte Aggregat zu reparieren ist, ob es Ersatzteile gibt. Gut möglich, dass das alte Gerät auch komplett ausgetauscht werden muss. „Wir prüfen gerade die Möglichkeit, ein Leihaggregat auf den Bühnenparkplatz zu stellen“, erklärt Böker weiter. Immerhin die Größe eines Containers hätte die Maschine, die das gesamte Bürgerzentrum im Falle eines Stromausfalls mit Notstrom versorgen müsste.
Die Neuanschaffung würde die Stadt beziehungsweise die städtische Tochter BTMV sicher 100 000 Euro kosten, so die erste Schätzung.