IM FREMDENHAUS der Eremitage ist ein Karikatur-, Cartoon- und Struwwelpeter-Museum sowie Platz für den Verein „Kunststrategen Waghäusel“ geplant. | Foto: Klumpp

Neues Leben im Kavaliershaus

Neue Attraktion für Waghäusel

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Gleich zwei Anträge auf eine künftige Nutzung des dritten Kavaliershauses der Waghäuseler Eremitage gingen bei der Stadtverwaltung ein. Erfreut zeigten sich darüber Oberbürgermeister Walter Heiler sowie der Gemeinderat. Bei der Sitzung stimmten der Rat einvernehmlich einer Verpachtung des Fremdenhauses an Rolf Heinzmann von der Weinstein-Galerie sowie an die „Kunststrategen Waghäusel“ zu.

Von Kurt Klumpp

Der bereits durch viele Aktionen im Küchenbau der Eremitage bekannte Heinzmann möchte in dem Gebäude ein Karikatur- und Cartoonmuseum einrichten. Mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Geschichten von Struwwelpeter sowie Max und Moritz. Ausgestellt werden dabei auch Arbeiten von Hans Pfannmüller, der von 1975 bis 1981 als Karikaturist für die Badischen Neuesten Nachrichten bekannt wurde.

Keine Kosten für die Stadt

„Mittlerweile hat sich die anfängliche Idee zu einem ganzheitlichen Konzept entwickelt“, betont Heinzmann in seiner Antragstellung. Dazu zählen eine Mitarbeit zeitgenössischer Cartoonisten und Filmemacher, themenbezogene Workshops, eine Mal-Akademie, Kindertheater sowie Veranstaltungen und Vorträge. „Mit dieser Einrichtung erhalten wir in Waghäusel ein Museum, das in Baden-Württemberg ein Alleinstellungsmerkmal genießt“, sagte Heiler, wobei für die Stadt keine Kosten entstehen würden. Ergänzt soll die Nutzung des Gebäudes durch den erst kürzlich gegründeten Verein „Kunststrategen Waghäusel“ werden, der aller-dings noch ein entsprechendes Konzept vorlegen muss.

Fraktionen begrüßen die Privatinitiative

Alle Fraktionssprecher begrüßten die private Initiative als Bereicherung des Gesamt-Ensembles der Eremitage. Zustimmung erhielt CDU-Fraktionssprecher Uli Roß, der die Gründung eines Trägervereins ebenso vorschlug wie geregelte Öffnungszeiten in dem künftigen Museum. Erinnert wurde auch an die Einrichtung der von der Stadt im Schloss geplanten Dauerausstellungen.