Die neue Landesfeuerwehrschule in Bruchsal muss bereits erweitert werden. | Foto: dpa (Archiv)

Grünes Licht vom Innenminister

Neue Landesfeuerwehrschule in Bruchsal wird schon wieder erweitert

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Eigentlich war bereits bei der Einweihung der neuen Landesfeuerwehrschule im Bruchsaler Wendelrot im Juli 2017 klar, dass die Schule schon wieder fast zu klein ist. Und tatsächlich: Schon bald meldeten sich Verantwortliche aber auch Feuerwehrleute aus dem Land, die lange Wartezeiten für eine Fortbildung in Kauf nehmen mussten. Der Neubau platzt aus allen Nähten, berichteten zuletzt ehrenamtliche Helfer auch gegenüber den BNN.

Kapazität wird um 25 Prozent erhöht

Daher wird die Nachricht aus Stuttgart in Feuerwehrkreisen sicher für Aufamten sorgen: „Ausbildungskapazität der Landesfeuerwehrschule wird um 25 Prozent erhöht“, so informiert Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) in einer Pressemitteilung. „Wir bauen die Landesfeuerwehrschule weiter aus und stärken die Feuerwehren in unserem Land“, heißt es weiter.
Strobls Ministerium habe gemeinsam mit der Landesfeuerwehrschule eine „Projektgruppe Bedarf“ eingerichtet, an der alle im Feuerwehrwesen tätigen Gremien beteiligt waren. Diese Projektgruppe hat im zweiten Halbjahr 2018 den Ausbildungsbedarf für die Feuerwehrleute in Baden-Württemberg ermittelt. Gemeinsam mit dem Finanzministerium und der Landesfeuerwehrschule werde man nun im nächsten Schritt bis Sommer detailliert erarbeiten, wieviel Lehrpersonal und Räume man benötigt und wie hoch die Baukosten sein werden, teilt Strobl weiter mit. Will heißen: Nicht nur wird das Personal aufgestockt, sondern es wird auch ein Anbau kommen.

Mehr Profis gefordert

Als Gründe für den Ansturm auf die Landesfeuerwehrschule hatte der mittlerweile ausgeschiedene Kreisbrandmeister Thomas Hauck erst vor Kurzem erklärt: Kommunen fordern immer häufiger den Einsatz auch hauptamtlicher Kräfte – so im Übrigen auch vor Ort in Bruchsal. Diese müssen ausgebildet werden. Auch für die Bedienung moderner Geräte sind weitere Ausbildungen von Nöten. Die Schule besteht aus Verwaltungsbüros, Unterrichtsräumen, Hallen, 210 Einzelzimmern für Übernachtungen, einer Kantine, Fahrzeughalle, Werkstatt und Übungsgelände.

Anbau auf dem bisherigen Gelände

Im Land Baden-Württemberg gibt es rund 110 000 Feuerwehrmänner und -frauen in den Einsatzabteilungen bei den Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren. „Sie brauchen für ihre schwierige, anspruchsvolle Arbeit eine moderne, zeitgemäße Ausrüstung, sie brauchen vor allem aber auch eine ausgezeichnete, hochklassige Ausbildung“, findet der Innenminister. Die Bruchsaler Landesfeuerwehrschule „ist ein unersetzlicher Baustein der Sicherheitsarchitektur in Baden-Württemberg“.
Bereits bei der Entscheidung zum Neubau der Landesfeuerwehrschule im Jahr 2009 sei laut Strobl vorgesehen gwesen, nach dem Bezug des Neubaus den Ausbildungsbedarf der Feuerwehren zu überprüfen und mit der Ausbildungskapazität abzugleichen. Eine Kapazitätserweiterung auf dem heutigen Gelände sei möglich.