Die Limousine des einstigen US-Präsidenten Eisenhower sollte vom Technikmuseum Sinsheim nach Offenburg gebracht werden. Doch auf der A 5 in Höhe von Ubstadt geschah der Unfall. | Foto: 7aktuell

A 5 bei Ubstadt

US-Präsidenten-Limousine in Unfall verwickelt

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Nur leicht verletzt hat sich eine Person am Freitagnachmittag bei einer Karambolage auf der A5 mit drei Fahrzeugen. Kurios: Darunter befand sich die gepanzerte US-Präsidentenlimousine von Dwight D. Eisenhower, ein schwarzer Cadillac Fleetwood. Der Wagen stammt laut Polizeiangaben aus dem Technikmuseum Sinsheim, wurde als Hochzeitslimousine gekauft und befand sich – auf einem Anhänger – auf dem Weg zu seinem neuen Besitzer nach Offenburg. Dieser zeigte sich beim Anblick des Wracks erschüttert. Es bildete sich ein Stau von zehn Kilometern Länge.

Autoanhänger geriet ins Schleudern

Laut Polizei hatte es zunächst gegen 16.40 Uhr auf der linken Spur einen Auffahrunfall gegeben. Der vordere Wagen wurde auf die mittlere Spur abgewiesen. Dort kollidierte er mit einem Wagen, auf dessen Anhänger der Oldtimer stand. Das erste Auto kam auf der Seite liegend auf der rechten Spur zum Stillstand. Der Fahrer verletzte sich leicht. Das Oldtimergespann geriet ins Schleudern, der Anhänger mit der wertvollen Fracht riss ab und kippte zur Seite. „Der Oldtimer fiel aufgrund der guten Ladungssicherung nicht vom Anhänger“, so heißt es in der Mitteilung der Polizei. Es entstand ein Schaden von mehreren 10.000 Euro.

A 5 voll gesperrt

Die A5 in Richtung Süden musste wegen der aufwendigen Bergung zeitweilig voll gesperrt werden, so teilt die Polizei weiter mit. Sie lobt, dass die Rettungsgasse vorbildlich gebildet wurde, bemängelt aber die vielen Gaffer und Handyfilmer auf der Gegenfahrbahn. Dort kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Trump-Mercedes sorgte ebenfalls für Schlagzeilen

In der Region hatte zuletzt ein anderes Auto eines US-Präsidenten für Schlagzeilen gesorgt. Der Mercedes-Oldtimer des amtierenden Präsidenten Donald Trump. Er steht noch immer zum Verkauf. Ein Oldtimer-Händler aus Oberhausen-Rheinhausen ist im Besitz des Mercedes Benz 560 SL.

Einschusslöcher im Cadillac

Auch der Cadillac von US-Präsident Eisenhower, der jetzt auf der A 5 sprichwörtlich in Schieflage geriet, ist viel herumgekommen und hat eine bewegte Geschichte. Davon zeugen unter anderem Einschlusslöcher im Panzerglas. Später gehörte die Limousine einem bolivianischen Präsidenten, so die Information aus dem Technikmuseum Sinsheim. Wie stark der Cadillac genau beschädigt ist, ist noch unklar.

Der Republikaner Dwight D. Eisenhower war von 1953 bis 1961 34. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Und so berichtet die Agentur 7aktuell vom Unfall:

Der Fahrzeugbesitzer Herr Weiß und sein Sohn Jonas berichteten vor Ort: Sie haben den Cadillac aus dem Technikmuseum Sinsheim abgeholt, wo er bereits sechs Jahre stand. Sie haben das Fahrzeug sehr teuer aufgekauft und wollten es nun nach Hause nach Offenburg transportieren. Dort wollten sie es aufpolieren und dann für Hochzeitsfahrten und Veranstaltungen vermieten.  Den beiden stehen die Tränen in den Augen,  als sie sich über das Ausmaß des Unfalles klar werden. Der Cadillac ist schwer beschädigt worden.

Beinahe-Unfälle auf der Gegenfahrbahn

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Waghäusel und Kronau waren mit einem Rüstzug unter der Leitung des Feuerwehrkommandanten Roland Oechsler im Einsatz. Auslaufende Betriebsstoffe mussten aufgenommen und die Einsatzstelle abgesichert werden.

Oechsler berichtet: Autofahrer fuhren auf der Gegenfahrbahn extrem langsam und filmten mit ihren Smartphones den Unfall und die Opfer. Dabei achteten sie nicht auf den Verkehr, und es kam beinahe zu Auffahrunfällen auf der Gegenfahrbahn. Die Polizei versuchte auf die Autofahrer einzureden und gestikulierte. Der Abschleppdienst kam mit Bergefahrzeugen und Spezialwerkzeug, um die Fahrzeuge zu bergen. Die Bergung des Cadillacs gestaltete sich schwierig. Das Fahrzeug musste mit zwei Kränen angehoben und auf die Räder gestellt werden. Anschließend konnten die Unfallwracks abtransportiert werden.