Arbeit am Computer
Das LKA warnt in einer Mitteilung vor betrügerischen E-Mails an Firmen. In jüngerer Zeit habe es Fälle in Bretten und Bruchsal gegeben. (Symbolbild) | Foto: Jochen Lübke/Illustration

Fälle in Bruchsal und Bretten

Polizei warnt vor betrügerischen E-Mails an Firmen

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Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Karlsruhe warnen in einer Mitteilung vor betrügerischen E-Mails: Dabei handelt es sich scheinbar um Bewerbungen bei Firmen, die Stellen ausgeschrieben haben. Im Anhang ist jedoch ein Verschlüsselungstrojaner versteckt. In jüngerer Zeit habe es Fälle in Straubenhardt, Bretten-Gölshausen und Bruchsal gegeben.

In den E-Mails befinden sich ein seriös erscheinender Bewerbungstext, ein Lichtbild des angeblichen Bewerbers und eine gepackte ZIP-Datei mit „Bewerbungsunterlagen“. Darin befindet sich ein Lebenslauf oder ein Bewerbungsschreiben. Wird diese Datei geöffnet, verschlüsselt sie die persönlichen Dokumente auf dem Computer.

Lösegeld für Entschlüsselung

Anschließend hinterlassen die unbekannten Täter einen Hinweis auf eine Internetseite, auf der ein Lösegeld gezahlt werden muss, damit die Dateien wieder entschlüsselt werden. In den nächsten Wochen ist laut Polizei mit weiteren, an die Personalstellen von Firmen gerichtete E-Mails mit diesem Trojaner zu rechnen.

Das LKA warnt in einer Mitteilung vor betrügerischen E-Mails an Firmen. In jüngerer Zeit habe es Fälle in Bretten und Bruchsal gegeben.
So ähnlich könnte die betrügerische E-Mail aussehen. | Foto: Polizeipräsidium Karlsruhe

Verhaltensregeln des LKA

Das Landeskriminalamt rät zum Schutz zu folgenden Verhaltensregeln:

  • Prüfen Sie eingehende E-Mails sorgfältig.
  • Achten Sie auf die tatsächliche Dateiendung der Bewerbungsunterlagen.
  • Die Endungen .exe oder .js weisen darauf hin, dass es sich um ausführbare Dateien handelt, die gegebenenfalls nicht erwünschte Änderungen am PC vornehmen.
  • Erstellen Sie regelmäßig Backups und bewahren Sie diese auf externen Systemen auf, damit diese nicht auch durch die Schadsoftware verschlüsselt werden.
  • Treten Sie nicht in Kontakt mit den Tätern und gehen Sie nicht auf deren Zahlungsforderungen ein.
  • Erstatten Sie als betroffenes Unternehmen Anzeige bei der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Die ZAC dient als zentraler Ansprechpartner für die Wirtschaft und Behörden in allen Belangen des Themenfeldes Cybercrime. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0711 5401 2444 oder unter der E-Mail-Adresse cybercrime@polizei.bwl.de.

BNN