Rettungsgasse
Die Bildung der Rettungsgassen hat erneut zu Problemen geführt, jedoch nur in eine Fahrtrichtung. | Foto:  Patrick Seeger

Bußgelder bei 33.000 Euro

Rettungsgasse nach Unfall auf der A5: Erneut über 100 Verstöße

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Bei einem Stau am Mittwochmorgen auf der A5 stellte die Verkehrspolizei über 100 Verstöße bei der Bildung der Rettungsgasse fest. Laut Polizei Karlsruhe wurde ein Stau überwacht, der sich bildete nachdem ein Lkw auf einem Standstreifen zwischen Bruchsal und Karlsruhe-Nord in Brand geraten war.

Der Video- und Messdienst der Verkehrspolizei kontrollierte den Verkehr zwischen den Anschlussstellen Kronau und Bruchsal und stellte 62 Autos und 48 Lastwagen fest, die die Rettungsgasse nicht gebildet hatten. Davon behinderten 16 Autos, zwölf Lastwagen sowie zwei Busse die Rettungsfahrzeuge. Können alle Verstöße verfolgt werden, liegt die zu erwartende Bußgeldhöhe bei insgesamt rund 33.000 Euro. Die Überwachung erfolgte zwischen 08.45 Uhr und 09.30 Uhr.

Kein Durchkommen für große Einsatzfahrzeuge

Für größere Rettungsfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdiensten wäre es unmöglich gewesen, die Rettungsgasse zu befahren. Selbst mit dem Auto sei die Durchfahrt teilweise bis auf wenige Zentimeter links und rechts neben den Außenspiegeln verengt gewesen. Laut dem Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe wären Sattelzüge dicht aneinandergereiht auf der mittleren und linken Fahrspur und Wohnmobile teilweise auf der linken Fahrspur gestanden.

Beim Stau auf der A5 in die Gegenrichtung sei die Rettungsgasse indessen überwiegend eingehalten worden. Deshalb führte die Verkehrspolizei keine entsprechenden Überwachungsmaßnahmen durch.

Rund um die Rettungsgasse

Wie die Rettungsgasse gebildet wird und welche Strafen für die Nichtbildung fällig werden, haben die BNN  zusammengefasst.