Die Rheinfähre zwischen Rheinhausen und Speyer ist trotz des Niedrigwassers weiterhin in Betrieb. | Foto: Schmidhuber

Oberhausen-Rheinhausen/Speyer

Rheinfähre Neptun bleibt auf Kurs

Anzeige

Ernst Hessenauer gibt Entwarnung. Während der Fährbetrieb bei Plittersdorf wegen des Rhein-Niedrigwassers bis auf Weiteres eingestellt ist, bleibt die Verbindung zwischen Rheinhausen und Speyer bestehen. „Wenn meine Fähre nicht mehr fahren kann, ist der Wasserstand so nieder, dass die Leute zu Fuß durch den Rhein gehen können“, sagt Hessenauer, der Betreiber der Neptun.

Tiefgang von 80 Zentimetern

Das Fahrzeug hat einen Tiefgang von 80 Zentimetern, der Strom ist zwischen den Anlegestellen derzeit zwei Meter tief – allerdings rund 1,40 Meter flacher als im Jahresdurchschnitt. „Die Neptun wird die letzte Fähre am Rhein sein, die ihren Betrieb einstellt“, versichert Kapitän Hessenauer.

Keine Fahrverbote

Fahrverbote vom Amt gibt es übrigens weder für Fährbetreiber, noch für Binnenschiffer. Darüber entscheiden die jeweils Verantwortlichen, teilt Jörn Heilmann vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Mannheim mit. Er und seine Kollegen erwarten derzeit „eine Welle“, dank der mehr Wasser in Richtung Nordsee befördert wird. Die Stromtiefe betrug beispielsweise am Donnerstag um die Mittagszeit bei Maxau 2,30 Meter, bei Mannheim 1,90 Meter.

Eine der ältesten Verbindungen

Die Rheinhäuser Fähre wird in erster Linie von Ausflüglern genutzt. Sie gehört zu den ältesten Flussfährverbindungen am Rhein und in Deutschland überhaupt. Die Verbindung war früher Teil des ersten regelmäßig betriebenen Postkurses von Innsbruck nach Brüssel. Erstmals wurde die Fähre 1296 in historischen Dokumenten erwähnt.

Die Fähre zwischen Rheinhausen und Speyer verkehrt an Freitagen, Samstagen und Sonntagen zwischen 10 und 20 Uhr im 30-Minutentakt. Sie fasst bis zu 35 Personen.