RUND UM SCHLOSS UND SCHLOSSGARTEN BRUCHSAL haben Vandalen ihre Schmierereien hinterlassen. Rund 45 Zeichen hat die Polizei gefunden. Noch ist die Höhe des Schadens für die Schlösserverwaltung unklar. Sicher ist aber, dass Experten die Schäden an den teils historischen Mauern beseitigen müssen. | Foto: Heintzen

Heftige Schäden

Schmierereien im Bruchsaler Schlosspark: Jetzt will die Polizei stärker kontrollieren

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 „Diese Dimensionen sind völlig neu.“ Frank Krawczyk, der Pressesprecher der Staatlichen Schlösser und Gärten, ist hörbar betroffen. Seit Mitte Januar waren das Bruchsaler Schloss und der gesamte Schlossgarten Ziel immer wieder Ziel von Vandalismus. An insgesamt 45 Stellen haben die Verantwortlichen blaue und schwarze Schmierereien gefunden.

Unbekannte Sprayer haben sich an mindestens zwei Wochenenden regelrecht ausgetobt. „Wir haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet“, erklärt Krawczyk. Am vergangenen Wochenenende sind neue Schmiererein aufgetaucht. „Schon früher war der Schlosspark Treffpunkt für Jugendliche, aber das hat eine neue Qualität.“

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Polizeifeindliche Slogans am Schloss

Die Polizei bestätigt die Schmierereien, hat aber noch keine heiße Spur. „Wir ermitteln wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung“, bestätigt ein Polizeisprecher auf BNN-Anfrage.

Selbst vor den historischen Schlossmauern machen die Vandalen nicht Halt. | Foto: Heintzen

Polizeifeindliche Slogans wechseln sich mit diversen Symbolen ab. A.C.A.B. – All Cops are bastards – steht dort beispielsweise. „Es reicht von den Gebäuden, über den Park, zum Kinderspielplatz und zum Rosengarten“, berichtet der Sprecher der Schlösser.

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Schilder, Papierkörbe, Mauern, Laternen, Parkbänke – alles ist beschmiert. „Besonders ärgerlich sind die Schmierereien auf den Bruchstein-Wänden. Das Fugenmaterial ist zu weich, als dass man hier mit dem Dampfdruckreiniger dran gehen kann“, so Krawczyk.

Bisher keine Videoüberwachung

Für die Beseitigung der Schäden an den Gebäuden müssen eigens Kunstmaler beauftragt werden. Noch gebe es keine Kostenschätzung. „Wir haben mit Stadt und Polizei gesprochen. Eine erste Maßnahme ist, das Gelände stärker zu bestreifen.“

Eine Videoüberwachung des Außengeländes gibt es in Bruchsal bisher nicht. „Schloss Bruchsal ist ein wichtiges Wahrzeichen mit hohem Symbolwert“, so Krawczyk.